Füzes Miklós: Valami Magyarországon maradt - Etwas blieb daheim in Ungarn. A kitelepített magyarországi németek beilleszkedése Németországban - Eingliederung der vertriebenen Ungarndeutschen in Deutschland (Pécs, 1999)

III. Személyes átélés - Nemzeti hovatartozás

III. Persönliche Erlebnisse Ankunft in Deutschland Den größten Schock für die zum Gehen gezwungenen Ungarndeutschen bedeutete die Art und Weise, wie sie ihre Heimat verlassen mußten. Auf die Flücht­linge, die Evakuierten, die Kriegsgefangenen und die Vertriebenen wirkten die Erlebnisse der bitteren Fahrt am meisten ein. Äußert ausführlich erinnern sie sich sogar an die kleinsten, schmerzhaften Momente. Durch Arbeitnahme in Deutschland begannen die Ungarndeutschen das Gebiet Ungarns bereits in der Mitte der Kriegsjahre zu verlassen. Viele von den Jugend­lichen zogen zwecks Aufbau einer Existenz nach Abschluß ihrer Schulausbildung fort. Zu ihnen gehörte auch Karl Wenes, der die Ereignisse wie folgt schildert: „Im September, da waren so Klicke, so abenteuerlustige junge Leute. Da ja bei uns (Sanktpeter) die Grenze nicht weit weg war zu Österreich ... Wir Jungen mit 15 Jahren wollten was von der Welt sehen. Dann sind wir von Sanktpeter ins österre­ichische Burgenland. In dieser Zeit waren wir aus unserer Sicht des burgenländi­schen Deutschtums der Meinung, daß wir dem deutschen Reich angeschlossen wer­den sollten. Dann war ich im österreichischen Burgenland, bis der Krieg aus war. Im Jahre 1946 kam ich ab und zu nach Hause nach Sanktpeter, um meine Familie zu besuchen. Die wußten überhaupt nicht, wo ich bin, weil wir es ja schwarz gemacht haben. In Österreich war ich von 1943 bis 1947. Dann war ich 19 Jahre alt. Meine Familie wurde 1946 ausgewiesen, also vertrieben. Für meine Geschwister habe ich den Antrag gestellt, hierher zu kommen, es wurde genehmigt. Als ich den Antrag bewilligt bekam kurz vor Weihnachten 1947 bin ich von Österreich nach Deutschland schwarz über die Grenze. (...)" Die erste, viele Tausende umfassende Gruppe der nach Deutschland Gekom­menen machten die wehrpflichtigen Männer, die freiwillig oder durch Rekrutierung zur Wehrmacht eingezogen worden waren, bzw. die Frauen, die sich zum Hilfsdienst gemeldet hatten, aus. Darunter diejenigen, die in westliche Kriegsgefangenschaft fie­len und sich nach ihrer Befreiung in Deutschland niederließen. Josef Auth wurde im August 1944 eingezogen und er wurde 1945 verwundet. Getrennt von seinem Korps kam er von einem Lazarett ins andere und fiel während seines Krankenurlaubs in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Wegen seines Dienstes in der Waffen-SS ließ man ihn, weil er sich mit seinem Soldbuch nicht hatte ausweisen können, erst am 16. Januar 1946 aus Dachau, dem einstigen KZ, frei. Er ließ sich zuerst in Ingolstadt, später in München nieder. Georg Hohmann, der sich nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft in Deutschland nicht zurechtfand, ging in den Westen und kehrte erst später nach

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