Erzherzog Ludwig Salvator – Ein Leben für die Wissenschaft 1847-1915
LEBENSDATEN - DIE YACHT NIXE LUDWIG SALVATORS STUDIERSTUBEAUF HOHER SEE
Nixe I - Aquarell ein starkes Leck öffnete sich in der Nähe der Kohlendepots...“, schrieb Ludwig in seinen Erinnerungen über den Schiffbruch, der seine jugendlichen Sommernachtsträume in einen Albtraum verwandelt hatte Sämtliche Versuche die NIXE zu bergen schlugen fehl, da ihr Kiel an zwei Stellen gebrochen war, und auch die Idee, zumindest die Maschine zu heben, wurde schließlich verworfen, da die Bergungskosten deren Wert weit überstiegen hätten. So „blieb alles unten in der Flut“ und Ludwig Salvator tröstete sich mit dem Gedanken, daß seine NIXE nicht „durch Alter gebrochen, in den Arsenälen abgetakelt und zu Eisenbahnschienen oder Häuserschwellen umgegossen“ enden sollte. Er selbst aber kam sich zu Lande „so unbeholfen“ vor, „wie ein Einsiedlerkrebs, der seine Schnecke verlor, die ihm seit Jahren als Gehäuse diente, und nun schüchtern herumkrabbelt, eine verlassene Murex oder eine Purpura suchend, in welcher er sich wieder einnisten könnte.“ Betrachtete er doch „das Boot“ nicht als „blosses Fortbewegungsmittel“, sondern als „das eigentliche Haus, in welchem ich so lange geweilt hatte, das einzige Haus, in welchem ich mich wirklich heimisch fühlte“.13 Und wieder war es Heinrich von Littrow, der Ludwig Salvator hilfreich zur Seite stand. Schon früher hatte er ihm in Briefen von Prinz Johannes zu Liechtensteins HERTHA, einer ebenfalls aus Eisen gefertigten Dampfyacht berichtet. Nun hielt er diese, 1877 in der Werft der Norddeutschen Schiffsbau-Actien-Gesellschaft in Gaarden bei Kiel gebaute Yacht 54