1705 – Was vor 300 Jahren geschah…

3. Kaiser Joseph I.

zum Nachfolger im Kaisertum bestimmt worden. Nach dem Tod Kaiser Leopolds I. am 5. Mai 1705 war daher keine neue Wahl notwendig. Joseph teilt den Kurfürsten deshalb bereits am Tag nach dem Tod seines Vaters seine Großjährigkeit und die Übernahme der Regierungsgeschäfte mit, wobei er auch die schon 1690 abgeschlossene Wahlkapitulation nochmals bekräftigt. a) Deutsche Fassung an die Kurfürsten von Mainz, Trier, Sachsen, Brandenburg und Pfalz. Die Kurfürsten von Köln und Bayern waren „derzeit Feinde des Kaisers und Reichs und in Frankreich“ (siehe Notiz links Mitte). b) Lateinische Fassung an die nichtdeutschen Reichskreise sowie Kopie an die Ungarische Hofkanzlei. Nr. 37 Siegelstempel für das große Siegel Kaiser Josephs I. Wien, 1705 Signatur: Typaresammlung Nr. 199 Zwei Stahlsiegelstempel in einer mit Eisen beschlagenen Holzkassette Der linke Stempel stellt die Vorderseite dar und zeigt ein Thronsiegel, der rechte Stempel stellt die Rückseite dar und zeigt ein Wappensiegel. Nr. 38 Allegorische Darstellung der Kaiserkrönung Josephs I. 1705 Nürnberg, undatiert Signatur: Bildersaal, sechster Teil, Ministerialbibliothek 381 Druck, Papier Das Frontispiz des Buches zeigt eine Allegorie auf die Krönung Josephs I. zum römisch- deutschen Kaiser, die eigentlich gar nicht stattgefunden hat. Nr. 39 Kaiser Joseph I. fordert die Reichsstädte zur Huldigung auf Wien, 28. Juli 1705 Signatur: RK, Wahl- und Krönungsakten 24a Ausfertigung, Papier Da Joseph I. den Kaiserthron ohne Krönung bestiegen hatte und man sich außerdem in Kriegszeiten befand, wurde die offizielle Inthronisation und Huldigung durch kaiserliche Kommissäre, die von Reichsstadt zu Reichsstadt reisten, vor- bzw. entgegengenommen.

Next

/
Thumbnails
Contents