1705 – Was vor 300 Jahren geschah…

2. Der Tod Kaiser Leopolds I.

vir. 29 Übersichtskarte der Kapuzinergruft Wien, undatiert Signatur: Kartensammlung Mappe Kapuzinergruft AG 42 Papier, kolorierte Zeichnung Die Errichtung der Kapuzinergruft als Begräbnisstätte der Familie Habsburg geht auf eine Stiftung der Kaiserin Anna, Gemahlin von Kaiser Matthias, aus dem Jahr 1622 zurück. Die erste Beisetzung, jene der Stifterin, fand 1633 statt. Ab 1657 erfolgte unter Kaiser Leopold I. eine Erweiterung der Gruftanlage; es entstand die nach dem Kaiser benannte Leopoldsgruft, in der seine drei Ehefrauen und einige seiner früh verstorbenen Kinder ihre letzte Ruhestätte fanden. Der Sarkophag von Kaiser Leopold wurde in der benachbarten Karlsgruft aufgestellt, die ihre heutige Form durch den Erweiterungsbau unter seinen Nachfolgern Joseph I. und Karl VI. bis 1720 erhielt. Nr. 30 Verbot aller Freuden und Fröhlichkeiten Patent Josephs I. anlässlich des Todes Leopolds I. Wien, 6. Mai 1705 Signatur: StK Patente Kt. 19 Papier, Druck In diesem Regierungspatent für das Erzherzogtum Österreich ob und unter der Enns verfugt Kaiser Joseph I. für die Trauerzeit von einem Jahr die Einstellung aller Tanzveranstaltungen, aller Musik- und Theaterauffiihrungen, Fechtschulen sowie auch die Abhaltung von festlichen Hochzeiten und Tafeln. Nr. 31 Jofstaat für die verwitwete Kaiserin Eleonora Wien, 13. Juni 1705 Signatur: ÄZAKt. 20 fol. 8-11, Papier Nach dem Tod ihres Gemahls Kaiser Leopold I. musste für die verwitwete Kaiserin Eleonora ein neuer Hofstaat eingerichtet werden. Der Liste der vorgeschlagen Ämter und einiger darin bereits namentlich angeführter Amtsträgem erteilte Kaiser Joseph I. am 13. Juni 1705 die kaiserliche Zustimmung. Zum Obersthofmeister der Kaiserin wurde Maximilian

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