1705 – Was vor 300 Jahren geschah…
2. Der Tod Kaiser Leopolds I.
Die Klöster im Herzogtum Österreich ob der Enns halten Exequien zum Gedächtnis des verstorbenen Kaisers ab Kremsmünster, 26. Juli 1705 Signatur: Hausarchiv, Familienakten Kt. 67 Papier Der Vertreter des Prälatenstandes im Herzogtum ob der Enns berichtet über die in den Klöstern Kremsmünster, St. Florian, Lambach, Garsten, Wilhering, Baumgartenberg, Waldhausen, Mondsee, Gleink, Schlägl, Engelhartszell, Stift Spital am Phym und Schlierbach abgehaltenen Trauergottesdienste. Nr. 27 Sonett auf den Tod Kaiser Leopold I. Rom, 1705 Signatur: Staatenabteilung Rom Varia Kt. 16, Konv. 1701-1705 Papier Dieses in italienischer Sprache abgefasste Gedicht auf den Tod Kaiser Leopolds I. stammt aus dem Nachlass des österreichischen Gesandten in Rom Graf Lamberg. Nr. 28 Sarkophag Kaiser Leopolds I. undatiert Signatur: Bibliothek Gelb 10 Papier, Kupferstich, eingebunden in die Taphographia Principum Austriae, den IV. Band des Werkes von Marquard Herrgott “Monumentorum Aug. Domus Austriacae“, Sankt Blasien 1772 Der Sarkophag von Kaiser Leopold ist ein Werk des Zinngießers Johann Philipp Stumpf, den Entwurf dazu lieferte der Goldschmied Johann Königsbauer. Die Kosten für den im Jahre 1707 fertig gestellten Sarkophag betrugen 4.700 fl. Vier Adler, welche auf einem Marmorsockel stehen, tragen den reich geschmückten Sarg. Die beiden Längsseiten sind in der Mitte mit einem lorbeerbekränzten Totenkopf mit dahinter gekreuzten Szepter und Schwert verziert. Kopf- und Fußteil des Sarges sind ebenfalls mit je einem Totenkopf geschmückt. Auf dem Sargdeckel sind die österreichische Hauskrone, ein Kruzifix und ein Adler, welcher eine Schriftrolle im Schnabel hält, zu sehen. Nr. 26