Österreichische und europäische Geschichte in Dokumenten des HHStA

Hauptraum (Nr. 1–344)

58 ihrer geschichtlichen Entwicklung. Das Königreich beider Sizilien war seit der Normannenzeit päpstliches Lehen. Die Belehnung wurde dadurch verzögert, daß seit dem Kampf der Kurie mit den Staufern Kaisertum und Unteritalien nicht in einer Hand vereinigt sein durften. 1735 mußte Karl VI. Neapel und Sizilien gegen den Erwerb von Parma und Piacenza an Spanien abtreten. 164. 1726 April 23, Wien. Die niederösterreichischen Stände erkennen die Pragmatische Sanktion an. Orig., Perg., in Prachteinband mit Silberbeschlägen, Siegel in Metallkapsel: Urkundenreihe. — Das Siegel ist das des niederösterreichischen Landmarschalls Alois Graf von Har- rach, der die Urkunde der Stände bestätigt hat. In den Jahren 1720 bis 1723 haben die Stände der Erblande, Böh­mens und Ungarns die Pragmatische Sanktion bestätigt, die so zum gemeinsamen Band der verschiedenen Länder der Monarchie wurde (vgl. Nr. 161 und 166). 165. 1730 November 20, Wusterhausen. König Friedrich Wilhelm I. von Preußen beantwortet das Schreiben Kaiser Karls VI. (vom 11. Oktober), in dem sich die­ser für den Kronprinzen Friedrich eingesetzt hatte. Orig., Papier, 2 Folien, ganz eigenhändig: Familienkorre­spondenz A, Karton 16. — Der Kronprinz hat bekanntlich in Auflehnung gegen die überharten Erziehungsmethoden seines Vaters im Sommer 1730 einen mißglückten Flucht­versuch gewagt. Er selbst wurde daraufhin in Küstrin in Haft gehalten, sein Freund und Helfer Katte vor seinen Augen hingerichtet. 166. 1732 März 10, London-St. Jamespalast. König Georg II. von England ratifiziert den erneuerten Aus­gleichsvertrag vom 20. Februar 1732 zwischen Österreich, England und den Generalstaaten wegen der durch die Errichtung der Ostindischen Kompagnie in Ostende entstandenen Differenzen. Orig., Pergamentlibell, 20 Folien, mit der Unterschrift und dem Siegel des Königs: Urkundenreihe. — Karl VI. löste

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