Österreichische und europäische Geschichte in Dokumenten des HHStA

Hauptraum (Nr. 1–344)

59 die 1719 gegründete Ostindische Kompagnie, die das aus­schließliche kaiserliche Privileg des Handels nach Ost- und Westindien sowie nach Afrika erhalten hatte, für den Preis der englischen Anerkennung der Pragmatischen Sanktion auf (vgl. Nr. 161). 167. 1736 Januar 30, Wien. Ehevertrag zwischen Erzher­zogin Maria Theresia und Herzog Franz Stephan von Lothringen und Bar. Orig., Pergamentlibell, 14 Folien, mit den Siegeln und Unterschriften der kaiserlichen und lothringischen Bevoll­mächtigten: Familienurkunden Nr. 1892. 168. 1736 Februar 10, Wien. Erzherzogin Maria Theresia schreibt ihrem Bräutigam Franz Stephan zwei Tage vor ihrer Hochzeit (Abb. 6). Orig., Papier, 2 Folien mit gesiegeltem Kuvert, ganz eigenhändig: Familienkorrespondenz A, Karton 37. — „Durch- leuchtigster hertzog, villgeliebter bräutigamb! Was man gern tuht, macht kheine ungelegenheit. indeme recht von hertzen auf Euer Liebden so obligeante und complimentose brief antworte, wünsch eine glückliche reis und guttes wetter, hoffe das dises die letzte sein wird, die Euer Liebden ohne ihrer so ergebnen braut machen werden, die allzeit ver­bleibe Euer Liebden getreueste Braut Maria Theresia“. 169. 1737 Jänner 24, Wien, Karl VI. belehnt Herzog Franz Stephan von Lothringen mit dem Großherzogtum Toskana. Orig., Pergamentlibell, 4 Folien, in Goldbrokat mit vier­farbigem Rosenmuster gebunden, mit der Unterschrift und dem Siegel des Kaisers: Lothringische Urkunden. — Nach dem Polnischen Erbfolgekrieg (1733—1735) erhielt Stanislaw Leszczynski für seinen Verzicht auf die polnische Königs­krone das Herzogtum Lothringen. Franz Stephan wurde nach dem Aussterben der Mediceer mit dem Großherzogtum Toskana entschädigt. 170. 1739 Jänner 1—1740 Oktober 12. Tagebuch Kaiser Karls VI.

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