Österreichische und europäische Geschichte in Dokumenten des HHStA
Hauptraum (Nr. 1–344)
106 Vormarsch der Jugoslawen verhindert. Die Volksabstimmung am 10. Oktober 1920 entschied für den Verbleib Südkärntens bei Österreich. 333. 1921 Oktober 13, Venedig. Protokoll über die zwischen der Republik Österreich und dem Königreich Ungarn vereinbarte Regelung der Westungarischen Frage, mit einem Zusatzartikel über die Ödenburger V olksabstimmung. Orig., Papier, mit den Unterschriften und Siegeln des italienischen Außenministers della Torretta, des Bundeskanzlers Johann Schober und der Ungarn Graf Bethlen und Bánffy: Staatsurkunden. — Auf Grund dieser unter dem neutralen Vorsitz Italiens getroffenen Regelung marschierten österreichische Truppen im Burgenland ein. Durch die unter dem Druck der ungarischen Behörden erfolgte Volksabstimmung in Ödenburg (Sopron) im Dezember 1921 blieb diese Stadt mit den umliegenden Landgemeinden bei Ungarn. 334. 1928 Jänner 2, Wien. Bundeskanzler Dr. Ignaz Seipel schreibt dem früheren Bundesminister Dr. Heinrich Mataja über die christlichsoziale Partei. Orig., Papier, ganz eigenhändig: Nachlaß Mataja. — Der Kanzler schreibt u. a.: „Die Parallelität Deines Artikels im N(euen) W(iener) J(ournal) mit meiner künftigen Rede in München bedrückt mich gar nicht. Denn nun habe ich das gute Gefühl, wenn mir gar nichts einfallen sollte, mich einfach an Deine Rede halten zu können. Dies würde sicher den Eindruck der vielgerühmten .Geschlossenheit in der christlichsozialen Partei1 noch erhöhen“. 335. 1928 Dezember 17, Wien. Bundespräsident Wilhelm Miklas dankt dem ehemaligen Staatssekretär für Volksernährung Löwenfeld-Ruß für dessen Glückwünsche zur Bundespräsidentenwahl. Orig., Papier, ganz eigenhändig: Nachlaß Löwenfeld-Ruß. 336. 1933 Juni 5, Rom. Konkordat zwischen Österreich und dem Heiligen Stuhl mit Bestimmungen über Ehe und Schule.