Österreichische und europäische Geschichte in Dokumenten des HHStA
Hauptraum (Nr. 1–344)
92 281 1861 Februar 26, Wien. Kaiser Franz Joseph erläßt das „Februarpatent“. Orig., Papierlibell, 8 Folien, in Samt gebunden, mit den Unterschriften von Franz Joseph, Erzherzog Rainer, Rechberg, Degenfeld, Lasser, Wickenburg, Schmerling, Mécsery, Szécsen, Pratobevera und Ransonnet und dem kaiserlichen Siegel: Urkundenreihe. — Nach dem Rücktritt des Ministeriums Rechberg-Goluchowski wurde unter dem Ministerium Erzherzog Rainer-Schmerling das „Februarpatent“ erlassen, das als „bestimmte Ordnung und Form der Ausübung“ des Oktoberdiploms bezeichnet wurde, aber im Gegensatz zu diesem stark zentralistische Tendenzen hatte. 282. (1864). Französische Denkmünze auf die mexikanische Expedition unter Marschall Bazaine in den Jahren 1862/63. Silbermedaille an Seidenripsband: Direktionszimmer. — Frankreich führte seit 1861 gemeinsam mit England und Spanien einen Krieg gegen die republikanische Regierung Mexikos unter dem Präsidenten Juarez. Auf Grund der Hilfszusicherungen Napoleons nahm Erzherzog Ferdinand Max, der Bruder Kaiser Franz Josephs, die ihm von den mexikanischen Notabein angebotene Krone an und zog am 12. Juni 1864 als Kaiser Maximilian in Mexiko ein. (Vgl. Nr. 288). 283. 1865 August 14, Gastein. Kaiser Franz Joseph I. und König Wilhelm I. von Preußen schließen einen Vertrag über die Trennung der bisher gemeinsamen Verwaltung der Herzogtümer Schleswig und Holstein und die Abtrennung Lauenburgs an Preußen („Gasteiner Konvention“). Orig., Papier, 8 Folien, mit den Siegeln und Unterschriften der Unterhändler Blome und Bismarck: Urkundenreihe. — Der von Österreich und Preußen gegen Dänemark wegen der geplanten Vereinigung Schleswigs mit diesem Land von Jänner bis Juni 1864 geführte Krieg war am 30. Oktober 1864 mit dem Frieden von Wien beendet worden. Dänemark