Walter A. Schwarz: „Vergänglicher Glanz…“, Altösterreichs Orden

Leopold Auer: Geleitwort

GELEITWORT DES DIREKTORS DES HAUS-, HOF- UND STAATSARCHIVS Mit dem Abschluss der Generalsanierung des Haus-. Hof- und Staatsarchivs vor zwei Jahren erstrahlt auch sein Ausstellungsraum in neuem Glanz. Auch wenn er nicht in jeder Hinsicht modernen Anforderungen entsprechen kann, vermittelt er mit seinem späthistoristischen Dekor doch einen stilvollen Rahmen zur Präsentation historischer Exponate, der von ganz spezifischem Reiz ist. Die Nutzung dieses Raumes für Ausstel­lungen stellt daher einen der Schwerpunkte im Konzept der Öffentlichkeitsarbeit des Österreichischen Staatsarchivs dar, durch die ein größeres Publikum ins Archiv ge­bracht werden soll. Zu diesem Zweck bemüht sich das Österreichische Staatsarchiv verstärkt um Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Personen, um bei Gelegen­heiten wie Ausstellungen die Wirkung und Aussagekraft archivalischer Dokumente durch ergänzende Objekte zu vertiefen oder auch einfach nur als Gastgeber in seinen Räumen Ausstellungen zu beherbergen, ln diesem Sinne habe ich gern die an mich herangetragene Anregung aufgegriffen, im Ausstellungsraum des Haus-, Hof- und Staatsarchivs eine gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Ordenskunde gestaltete Ausstellung zu zeigen, die zugleich dem fünfzehnjährigen Bestandsjubiläum der Gesellschaft gewidmet sein soll. Die Gesellschaft hat den Großteil der Leihgaben zur Verfügung gestellt, die durch einige Exponate des Heeresgeschichtlichen Museums, der Abteilungen Haus-, Hof- und Staatsarchiv und Kriegsarchiv des Österreichischen Staatsarchivs und des im Haus-, Hof- und Staatsarchiv als Depot verwahrten Archivs des Ordens vom Goldenen Vlies ergänzt werden. Für die unbürokratische Weise, auf die dies ermöglicht wurde, möchte ich allen Leihgebern an dieser Stelle aufrichtig dan­ken. Für Konzeption und Katalog zeichnet der Generalsekretär der Gesellschaft Walter A. Schwarz verantwortlich, ohne dessen unermüdlichen Einsatz die Ausstellung nicht zustande gekommen wäre. Ihm wie allen Mitarbeitern des Österreichischen Staatsar­chivs, die ihn dabei unterstützt haben, gebührt unser Dank. Orden wie andere Insignien auch sind Symbole, in denen gesellschaftliche Beziehun­gen und Zustände prägnant zusammengefasst und sinnbildlich dargestellt werden. Das Interesse an ihnen ist ebenso durch ihre häufig kunstvolle Gestaltung wir durch die Ideen begründet, die mit ihnen verbunden werden. Die hier vorgestellten Orden der Donaumonarchie repräsentieren eine Zeit, die in unserer Erinnerung noch vielfach nachwirkt, darüber hinaus aber auch einen zeitlos gültigen Aspekt menschlichen Stre- bens und Verhaltens. In diesem Sinne wünsche ich der Ausstellung viel Erfolg und zahlreiche Besucher. Hon.-Prof. Dr. Leopold Auer 6

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