Walter A. Schwarz: „Vergänglicher Glanz…“, Altösterreichs Orden
Einführung in die Geschichte der Orden und Ehrenzeichen - 8. Der Hochadelige Stemkreuz-Orden
Der Elisabeth-Orden bestand zu Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie aus folgenden Stufen bzw. Klassen, wobei wie bereits erwähnt die Elisabeth- Medaille sowie das Elisabeth-Kreuz eine Ergänzung des Ordens darstellen: Großkreuz 1. Klasse mit dem Stern (eingeführt 1918; der Stern hat dieselbe Form wie jener des Großkreuzes, wurde jedoch an der rechten Brustseite angelegt)44 1. Klasse 2. Klasse Elisabeth-Kreuz (gestiftet am 30. April 1918)45 Elisabeth-Medaille Als Hersteller fungierte ein renommierter Wiener Hoflieferant, die von 1830 bis 2004 bestehende Firma C. F. Rothe & Neffe. Die Ordensbänder wurden von der Fa. Eduard Meinhardt's Erben geliefert. Die folgende Aufstellung legt die zwischen dem Zeitpunkt der Stiftung und dem Zusammenbruch der österreichischungarischen Monarchie erfolgten Verleihungen dar:46 Inländer Ausländer Gesamt Großkreuz 36 45 81 1. Klasse mit Stern 1 2 3 1. Klasse 274 58 332 2. Klasse 462 38 500 Elisabeth-Kreuz 1 1 Elisabeth-Medaille 163 45 208 8. Der Hochadelige Sternkreuz-Orden (Ordo Stellatae Crucis) Die am 18. September 1668 durch Kaiserin-Witwe Eleonore Gonzaga (*1630, 11686)47 erfolgte Stiftung dieses noch heute bestehenden Ordens ging auf einen besonderen Anlass zurück. Seit langer Zeit befand sich im Besitz des Kaiserhauses eine kristallene, goldgefasste Kapsel, in der zwei Splitter, welche der Überlieferung 44 Nur 3 Damen erhielten am 16. August 1918 den Stern zur 1. Klasse: Elisabeth Kallay von Nagy Kalio, Hofdame der Kaiserin und Königin Zita; Maria Anna Gräfin von Rex, Obersthofmeisterin am königlich-sächsischen Hofe; Marianne Freifrau von Finck, Obersthofmeisterin der Prinzessin Maria von Sachsen. 45 Das Elisabeth-Kreuz ist ein silbernes nicht emailliertes Kreuz, welches im Wesentlichen dem etwas größeren Ordenszeichen 2. Klasse entspricht. Es wurde am zur Masche gefalteten Band der 1. und 2. Klasse an der linken Brustseite getragen. Die erste und einzige Verleihung erfolgte am 6. Juni 1918 an die Oberin der Barmherzigen Schwestern, Franziska Glaser. 46 Vgl. Magyar, Gábor: Eine Statistik der Verleihungen des Elisabeth-Ordens. In: Zeitschrift der ÖGO Nr. 4, August 1991, S. 17-25. ' Tochter Karl II. Gonzagas, Herzogs von Mantua und Montferrat; Witwe nach dem 1657 verstorbenen Kaiser Ferdinand III. 32