Szilágyi András (szerk.): Ars Decorativa 24. (Budapest, 2006)

Orsolya BUBRYÁK: Inter arma silent Musae - „Geheimnisse" eines Brettspiels aus dem 17. Jahrhundert

32 Trotzdem wurde noch keine zusammenfassende Studie über das Mäzenatentum oder die Kunstsammeltätigkeit Joseph Batthyánys angefertigt. Der Kardinal war übrigens auch im Besitz einer Bibliothek von heraus ragender Bedeutung. Zur Biographie Joseph Batthyánys: Meszlényi, Antal: Magyar sorsunk őrei Mohácstól Trianonig (Hüter des Schicksals der Ungarn von Mohács bis Trianon). Budapest 1942, 214—244. Zu seiner Tätigkeit als Mäzen: Enzt, Géza: Magyar főpapok művészeti és műveltségi tevékenysége a XVIII. században (Tätigkeit ungarischer Prälaten in Kunst und Bildung im 18. Jahrhundert). In: Regnum Egyház­történeti Évkönyv 5 (1942/43) 260, 270-272. - Entz, Géza: A magyar műgyűjtés történetének vázlata 1850-ig (Abriss über die Geschichte des Kunstsammeln in Ungarn bis 1850). Budapest 1937, 89. - Galavics, Géza: Egy efemer építészeti műfaj hazai történetéhez (Batthyány József Castrum dolorisa) (Zur Geschichte einer ephemeren architektonis­chen Gattung in Ungarn [Das Castrum doloris des Joseph Batthyányi). In: Építés- és Építészettudomány 5 (1973) 479-508. - Buzási, Enikő: Maulbertschs ungarische Auftraggeber. In: Franz Anton Maulbertsch und sein Kreis in Ungarn. Museum Langenargen am Bodensee, 1984, 84-107. - Zsámbéky, Mónika: Mäzene von Melchior Hefele. In: Melchior Hefele (1716-1794) építész emlékkiál­lítása (Gedenkausstellung für den Architekten Melchior Hefele [1716-1794]). Ausstellungskatalog der Galarie in Steinamanger, Szombathely 1994, 30. Über die Bibliothek des Erzbischofs: Kelecsényi, Gábor: Múltunk neves könyv­gyűjtői (Berühmte Buchsammler unserer Vergangenheit). Budapest 1988. - Beke, Margit: Az Esztergomi Főszékes­egyházi Könyvtár Batthyány-gyűjteményének katalógusa (Katalog der Batthyány-Sammlung in der Bibliothek des Domes zu Gran). Budapest 1991. " Das nach dem Tode des Erzbischofs von Pressburg nach Wien gebrachte Verzeichnis über die Schmuckstücke und anderen Goldschmiedearbeiten (Wien, 16. November 1799): Archiv des Forschungsinstitutes für Kunstgeschichte der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, A-I-24, Nr. 00586-87 (zusammengestellt von Béla Iványi,) das Ver­zeichnis der Gemälde-, Skulptur- und Kupferstichsammlung in der Burg von Körmend: ebd. Nr. 00663-73 (zusam­mengestellt von Béla Iványi). 34 Semsey, Réka: Eine bislang unbekannte Arbeit von Wilhelm Jacob Seberth in Ungarn. Die Meßkleidgarnitur von Erzbischof József Batthyány in der Schatzkammer der Erzdiözese von Kalocsa. In: Ars Decorativa 21 (2002) 19—49. Von der Vorliebe des Fürstprimas zu den gestickten Textilkunstwerken zeugt auch das im Wiener Haus der Batthyánys zusammengestellte Inventar: Verzeichniss der Chinesischen zum Theil mit Gold und Silber, dann Seide gestickten Tapeten, wie auch einzelnen gestickten Figuren, Thieren, Blumen und Gondeln, welche dem Haushofmeister in Verwahrung gegeben worden (Wien, 9. Februar 1798): Archiv des Forschungsinstitutes für Kunstgeschichte der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, A-I-24, Nr. 00584-85 (zusammengestellt von Béla Iványi). 35 Pressburger Zeitung, 1800, Nr. 6.62. Die Versteigerung des Nachlasses von Joseph Batthyány war am 27. Januar 1800 in der Balthyány-Residenz in Pest, die Zeitung brachte nur eine Mitteilung über die Versteigerung, ohne eine detail­lierte Aufstellung der Gegenstände. '" Budapest, Ungarisches Staatsarchiv, P. 1318 Schriften von Joseph Batthyány, Kt. 4. fol. 21-25. und fol. 579. Die Pretiosen des Kardinals, fol. 683. Auktion vom 10. März 1 801. fol. 740. Auktion vom 18. Februar 1 801. 17 Dem Inventar Miklós Jankovichs zufolge hatte er auf der gleichen Versteigerung noch einen anderen Gegenstand aus der Batthyány-Sammlung erstanden, das unter der Nummer: Inv. Arm. 162 ins Inventar aufgenommen Pferde­geschirr mit Teufelskopf, das der Familientradition nach bei der Krönung Josephs I. 1687 das Pferd eines Mitgliedes der Familie Batthányi schmückte (derzeit: Budapest, Ungarisches Nationalmuseum, Hauptabteilung Neuzeit, Waffensammlung: Inv.-Nr. 57.6701. Jankovich-Katalog 2002, Kat.-Nr. 191 [Kovács, Sándor Tibor]. 38 Kővári 1860, 133. 39 Maros 1982,4. 4,1 Baroque and Rococo 1990, Kat.-Nr. 2.15. 41 Gutkas, Karl: Die führenden Persönlichkeiten der habsburgischen Monarchie von 1683 bis 1740. In: Prinz Eugen und das barocke Österreich. Hrsg. von Karl Gutkas. Salzburg - Wien 1985, 82. Neben dem Wiener Klatsch ist auch noch ein „Dokument" über das Verhältnis Eleonore Batthyány-Strattmanns mit dem Prinz von Savoyen erhalten geblieben, die Kopie (das Original ist nicht vorhanden) eines Briefes, in dem eine an die Burg von Csáktornya geknüpfte Legende erzählt wird, laut der unter Mitwirkung von Eleonore Strattmann und Eugen von Savoyen die Prinzessin Pignatelli (Geliebte Karls III.) die ungarische Verfassung rettete. Vielleicht beruht es nicht auf einem Zufall, dass auch diese Briefkopie aus der Jankovich­Sammlung stammt und in die Nationalbibliothek Széchényi gelangte (OSZK, Manuskriptsammlung, Fol. Hung. 670). Jankovich-Katalog 2002, Kat.-Nr. 285 [Csanádi, Szilvia]. 42 Der Türkenlouis. Illustrierter Katalog der Ausstellung zum 300. Geburtstag des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden. Hrsg. vom Badischen Landesmuseum. Bearb. von Ernst Petrasch und Eva Zimmermann, Karlsruhe 1955, 49. 43 München, Bayerisches Nationalmuseum, Inv.-Nr. 95/58. 44 Bayerisches Nationalmuseum. Handbuch der kunst­und kulturgeschichtlichen Sammlungen. Hrsg. von Renate Eikelmann, München 2000, 187. Auf diese Analogie machte mich Edit Szentesi aufmerksam, auch an dieser Stelle möchte ich ihr dafür danken.

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