Szilágyi András (szerk.): Ars Decorativa 24. (Budapest, 2006)

Orsolya BUBRYÁK: Inter arma silent Musae - „Geheimnisse" eines Brettspiels aus dem 17. Jahrhundert

Jahren in Venedig erschienene Impresa-Sammlung in zwei Bänden: Pittoni, Battista - Dolce, Ludovico: Imprese di diversi Principi, Duchi, Signori, e d'altri Personaggi et huo­mini letterati et illustri. I —II, Con alcune stanze, sonetti di M. Lodovico Dolce, Venezia ? - 1566 (die ersten beiden Bände erschienen ohne Jahreszahlangabe). 11 Von der Verbreitung des Camerarius-Emblembuches zeugende weitere Ausgaben im 17. Jahrhundert (ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben): Heidelberg 1605, Frankfurt 1654, 1661, 1672, 1680; Mainz 1668, 1671, 1677, 1697. Es wurde auch in deutscher Übersetzung in Frankfurt (1680) und Mainz (1672 und 1678) herausgegeben. 14 Erben, Tino: Die Türken vor Wien. Europa und die Entscheidung an der Donau 1683. Ausstellungskatalog, Künstlerhaus - Historisches Museum der Stadt Wien, Wien 1983, Kat.-Nr. 13/66, Gedenkmünze Jan Luders; Kat.-Nr. 18/28, Gedenkmünze Friedrich Kleinerts, 1688. Nach der Rückeroberung Belgrads wurden Leopold I. und Kurfürst Max Emmanuel von Bayern als Adler und Löwe dargestellt. Mit der Umschrift: Mars Caesari Mors Turcae. '• Camerarius, Joachim, d. J.: Symbolorum et Emblema­tum ex Aquatilibus et Reptilibus desumptorum Centuria Quarta. Norimbergae 1604 (im weiteren: Camerarius IV) Nr. 75. 16 Wien, Historisches Museum der Stadt Wien, Inv.-Nr. 3598, Kat.-Nr. 13/65. 17 Wien, Kunsthistorisches Museum, Münzkabinett, Inv.­Nr. 11354 bß, Kat.-Nr. 18/35. 18 Camerarius III, Nr. 32. " Das Material wurde beim Spannen auf das Holzbrett beschädigt, was am oberen bzw. unteren Teil der Embleme in dem äußeren breiten Streifen des Spielfeldes gut zu erkennen ist, von dem die Embleme umgebenden Lorbeer­kranz und dementsprechend auch von der dazu gehörenden Inschrift fehlt ein kleiner Teil. 20 Die lateinischen und italienischen Verszeilen des Brettspieles wurden von Mihály Détshy ins Ungarische übersetzt und dem Ausstellungskatalog Baroque and Rococo 1990 (Kat.-Nr. 2. 15) entnommen. Hier handelt es sich um eine freie Übertragung der Inschriften aus dem Ungarischen ins Deutsche durch den Übersetzer vorliegen­den Beitrages. 21 Reusner, Nicolas: Emblemata Nicolai Reusneri IC. partim Ethica, et Physica: Partim vero Historica et Hierogly­phica, Francoforti ad Moenum 1581? Vgl.: Emblemata. Handbuch zur Sinnbildkunst des 16. und 17. Jahrhunderts. Hrsg. von Arthur Henkel - Albrecht Schöne, Stuttgart 1967, Sp. 1781-1782. 22 Elisabeth Schröter gibt in ihrer ikonographischen Übersicht über den Parnass eine Zusammenfassung der schriftlichen Quellen über die Musen und ihrer Dar­stellungstradition im Mittelalter - Quattrocento. Schröter, Elisabeth: Die Ikonographie des Themas Parnass vor Raffael. Studien zur Kunstgeschichte 6. Hildesheim - New York 1977. 22 Ripa, Cesare: Iconologia... (Rom 1603), übersetzt, mit Anmerkungen und einem Nachwort versehen von Tamás Sajó, Budapest 1997,414-421. 24 Zur Ikonographie der in Ferrara gemalten und Musen darstellenden Gemäldeserie siehe: Eörsi, Anna: Médeiától a szereteten át Terpszikhoréig. Újabb megjegyzések a Belfiore­villa studiolójának múzsa-ábrázolásaihoz (Von Medeia über die Liebe bis zu Terpsichore. Neuere Bemerkungen zu den Musendarstellungen im Studiolo der Belfiore-Villa). In: Művészettörténeti Értesítő. 2004, 1-17. - Anderson, Jaynie: Il risveglio dell' interesse per le Muse nella Ferrara del Quattrocento. In: Le Muse e il Principe II, 165-183. 25 Faietti, Marzia: Maestro E: I „Tarocchi del Mantegna". In: Le Muse e il Principe. Arte di corte nel Rinascimento padano, Catalogo, Cura di Alessandra Mottola Molfino. Mauro Natale e Rolando Bussi, Milano, Museo Poldi Pezzoli, 1991,1, Kat.-Nr. 101. 26 Baroque and Rococo 1990, 67. 27 Berliner, Rudolf - Egger, Gerhart: Ornamentale Vor­lageblätter des 15. bis 19. Jahrhunderts. I — I II, München 1981. 28 Dreger, Moriz: Künstlerische Entwicklung der Weberei und Stickerei innerhalb des europäischen Kulturkreises von der spätantiken Zeit bis zum Beginn des XIX. Jahrhundertes. I, Wien 1904. - Heinz, Dora: Meisterwerke Barocker Textil­kunst. Österreichisches Museum für Angewandte Kunst, Wien 1972. 29 Aus Exponaten der Sammlung Miklós Jankovichs ver­anstaltete die Ungarische Nationalgalerie vor einigen Jahren eine Ausstellung, der dazu herausgegebene wissenschaftliche Katalog beinhaltet ein Verzeichnis der wichtigsten Publika­tionen die Sammlung und ihre Kunstsammler betreffend: Jankovich Miklós (1772-1846) gyűjteményei (Die Samm­lungen Miklós Jankovichs [1772-1846]), Kiállítás a Magyar Nemzeti Galériában 2002, november 28. - 2003. február 16. Magyar Nemzeti Galéria kiadványai (Veröffentlichungen der Ungarischen Nationalgalerie, 28. November 2002 - 16. Februar 2003. Veröffentlichungen der Ungarischen Nationalgalerie) 2002/1, Hrsg. von Árpád Mikó, Budapest 2002 (im weiteren: Jankovich-Katalog 2002). ,0 Von der zweiten Kunstsammlung Jankovichs, die nach seinem Tode versteigert wurde, existiert kein nach Posten aufgestelltes Verzeichnis. Das handgeschriebene Inventar der ersten Sammlung befindet sich im Historischen Archiv des Ungarischen Nationalmuseums. Die Einheiten seiner einzelnen Sammlungen unterteilte Jankovich in sieben Gruppen: Collectio annulorum. Apparatus, Collectio armo­rum, Collectio Imaginum, Ornatus, Elenchus pignorum és Consignatio [...] poculorum. " Das Schicksal des Brettspieles weicht vielleicht insofern von dem der anderen Gegenstände ab, dass es zwar zusammen mit anderen Stücken der Jankovich-Sammlung 1877 dem Kunstgewerbemuseum übergeben wurde, aber vermutlich mit unvollständigen Angaben versehen oder aber überhaupt nicht in das zu diesem Zeitpunkt angefertigte Bestandsaufnahmeprotokoll aufgenommen wurde. Denn im Jankovich-Inventar des Ungarischen Nationalmuseums, in dem theoretisch bei jedem einzelnen Gegenstand angegeben sein sollte, welcher anderen öffentliche Sammlung er übergeben wurde, ist bei diesem Stück nicht eine einzige Eintragung. Demzufolge wurde es nie und von niemandem im Kunstgewerbemuseum gesucht.

Next

/
Thumbnails
Contents