Szilágyi András (szerk.): Ars Decorativa 17. (Budapest, 1998)
István HELLER: Einige Goldschmiedearbeiten aus Pest in westeuropäischen Sammlungen
ISTVÁN HELLER EINIGE GOLDSCHMIEDEARBEITEN AUS PEST IN WESTEUROPÄISCHEN SAMMLUNGEN Im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Neuausgabe des Markenbuches von Elemér Kőszeghy aus dem Jahre 1936 über die ungarischen und siebenbürgischen Goldschmiede wurde eine Untersuchung angestellt, um in West-Europa sowohl in öffentlichen als auch in privaten Sammlungen befindliche Goldschmiedearbeiten erfassen zu können. Dabei konnten Goldschmiedearbeiten aus 33 Ortschaften in Ungarn und Siebenbürgen zusammengestellt werden. Die früheste Goldschmiedearbeit stammt aus dem Ende des 16., die spateste Arbeit aus den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts. Die Mehrzahl dieser Arbeiten war bis jetzt unveröffentlicht. Es wurden einige wichtige Neuentdeckungen gemacht. Die Nachforschungen führten zu mehreren Richtigstellungen. Zuschreibungen und Datierungen konnten durch neue Daten revidiert werden. Um alle zusammengestellten Informationen auch für weitere Forschung zugänglich zu machen, ist eine Monografie in Vorbereitung mit dem Titel: "Ungarische und siebenbürgische Goldschmiedearbeiten in West-Europa vom Ende des 16. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts." Diese Arbeit steht vor ihrem Abschluß und soll so bald wie möglich veröffentlicht werden. Aus dieser Monographie sollen hier vorausgehend die Goldschmiedearbeiten aus Pest vorgestellt werden. In schriftlichen Unterlagen aus dem Jahre 1529 wird bestätigt, daß in Pest schon damals eine Goldschmiedezunft bestand. (Siehe KŐSZEGHY 1936 nach ROMER 1877.) Erhaltene Arbeiten vor und während der osmanischen Herrschaft sind nicht nachweisbar. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts waren die Meister der Zunft in Buda/Ofen angeschlossen. Erst um 1759 wurde erneut in Pest eine Goldschmiedezunft gegründet. Über die Goldschmiede in Pest erschien außer verschiedenen Veröffentlichungen 1977 auch eine ausführliche Monografie (BRESTYÁNSZKY 1977.) Einige neue Daten, die bis jetzt unbekannt waren, konnten auch hier hinzugefügt werden. Katalog 1. Kerzenleuchter IS in Druckbuchstaben für Joseph Schätzl (Schatzel) um 1765-1767 Silber, gegossen, getrieben, graviert, punziert. H: 15,5 cm Achtpassig geschweifter, getriebener Fuß mit mehreren Abstufungen und geraden Zügen. Flache Mulde, balusterförmiger. mehrfach eingezogener Schaft mit vasenförmiger Tülle. Einziges Dekor sind vier kleine gepunzte Ringe an einer Seite der Tülle. Am Rande der Mulde sind die