Imre Jakabffy (szerk.): Ars Decorativa 2. (Budapest, 1974)
KISS, Ákos: Kunstgewerbliche Angaben zur neohellenischen Stilrichtung im 19 Jahrhundert
7. WANDFLIESENBORDÜR, MINTON, STOKE ON TRENT Aus der Fabrik von Minton in Stoke on Trent stammt das im Jahre 1872 hergestellte Wandfliesenbordürenmuster (Abb. 7.). Es zeigt das Hauptmotiv des Neohellenismus die Palmettenreihe, auf weissem Grund in rot-schwarzen Farben. (Inv.-N.: 51.514, Dimension: 15 X 15 cm. Aus der Wiener Weltausstellung.) Die griechische Bildhauerei meldet sich im 19. Jahrhundert neben den architektonischen Ornamenten in der Porzellanplastik, obwohl die Kunst Chapus beweist, dass die grosse Bildhauerkunst der Zeit auch nicht frei vom Hellenismus war. Unter den Biskuitgruppen der Wiener Porzellanfabrik ist die Darstellung der Hera und Hebe (Abb. 6.) ein Produkt der Richtung Canova und Thorvaldsen. (Inv.-Nr.: 14900, H.: 30 cm.) Der aus Nussholz geschnitzte Notenständer unseres Museums (Abb. 8.) ist ein Entwurf Th. Hansens. Das etwas vor dem Jahre 1873 stammende Werk zeigt, welche Detailaufgaben ein Grossmeister des Neohellenismus in der Welt des Kunstgewerbes auch unternahm, damit auch verratend, wie er bestrebt war, seine AkanthusrankenFüllhörner antikisierenden Emblemensysteme auch bei dieser ungewohnten Aufgabe 8. NOTENSTÄNDER, NUSSHOLZ, ENTWURF VON TH. HANSEN 150