Művelődéstörténeti tanulmányok - Zalai Gyűjtemény 31. (Zalaegerszeg, 1990)

Molnár László: Betyárok Zalában

LÁSZLÓ MOLNÁR: BETJAREN IM KOMITAT ZALA (JANCSI PATKÓ IN PÖRDEFÖLDE, 1862) (Zusammenfassung) In der Geschichte eines jeden Volkes sind Räuber bzw. Lardstreicher zu fin­den. In unserem Volk sind diese unter dem Namen Betjar zusammengefasst. Das Volk sympatisierte mit den Betjahren, aber es fürchtete sich auch vor ihnen. Über einzelne ihrer Taten wurde lande erzählt. Wenn es eine grössere Tat war, wurde diese noch nach Jahrzehnten erwähnt. Eine soche war jene von Pördefölde, wo drei Betjaren im Kampf mit drei Polizisten zwei von ihnen ermordeten. Der dritte Polizist konnte flüchten. In den Erzählungen des Volkes blieben vier Variationen über die Täter le­bendig. Durch die offiziellen Protokolle gibt es eine Variante. Demnach baten die drei Betjahren am 5. Mai 1862 beim Schäfer von Pörde­földe um Quartier, wo sie mit den Hausbewohnern bis zum Morgen assen und zechten. Anderentags morgens gingen sie zum Gespan, welchen sie überraschten, und sie zwangen die im Laufe des Vormittags in offiziellen Angelegenheiten ein­treffenden Leute, so auch die drei Polizisten, mit ihnen zu trinken. Als die Bei­jahren gingen, verabschiedeten sie sich von den Polizisten, da sie andere Wege batten; letztere nach Dömefölde, die Betjaren jedoch gingen in die Dorfkneipe. Die Polizisten kamen nun wieder ins Dorf zurück, um die Betjaren gefan­gen zu nehmen. Jene zechten inzwischen schon in der Kneipe. Als sie die Poli­zisten bemerkten, kamen sie hinaus. Nach einem Schusswechsel wurde ein Poli­lizist tödlich verletzt, der andere kam im Nahikampf um, der dritte konnte flie­hen. Und obwohl sie ihn verfolgten, konnten sie ihn nicht mehr erreichen. Auch einer der Betjaren wurde im Kampf verletzt. Nach ihrer Tat entfern­ten sie sich mit einem Pferdewagen, den sie von Gespan ausliehen. Die Erinnerung an diesen Zusammenstoss halten die Grabsteine aus rotem Marmor, die den beiden Polizisten auf dem Friedhof von Pördefölde errichtet wurden, und die Erzählungen im Volke wach.

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