Kossuth kormánybiztosa, Csány László 1790-1849 - Zalai Gyűjtemény 30. (Zalaegerszeg, 1990)

I. Molnár András: Csány László a zalai reformellenzék élén

ANDRÁS MOLNÁR LÁSZLÓ CSÁNY — AN DER SPITZE DER ZALAER REFORMOPPOSITÏON László Csány wurde 1790 in Alsó-Csány im Komitat Zala geboren und ent­stammt einer westungarischen mittleren Grundbesitzer- und Beamtenfamile. Nach dem Absolvieren der Juraakademie in Győr diente er von 1810—1818 in der Kai­serlich und königlichen Armee und kämpfte als Husarenoffizier gegen die Napo­leonischen Armeen. Nach seiner Verletzung wurde er entlassen und bewirtschaf­tete seine Grundbesitze im Komitat Zala. Ein Komitatsamt übernahm er nie. Durch seine Bildung und aussergewöhnliche Persönlichkeit sowie seinen aufrehten Charakter gehörte er schon in den dreissdger Jahren zu den anführenden Apposi­tionellen im Komi tat Zala. 1823 nahm er an der grossen nationalen Widerstands­bewegung teil. Der scharfe Stil seiner radikalen Reden machte ihn im ganzen Land bekannt, besonders in der zweiten Hälfte der dreissiger Jahre des 19. Jahrhun­derts, in den Zeit der sogenannten „Untreue"-Prozesse. Damals wollte man auch ihm den Prozess machen, jedoch retteten ihn seine Zalaer Freunde. Bei der vor­bereitenden Stimmenwerbung für die Abgeordneten- und Beamtenwahlen im Ko­mitat war László Csány einer der wichtigsten Führer. Csány war der Freund von Ferenc Deák, wobei er in den politischen Ausein­andersetzungen im Komitat die Politik Deáks unterstützte, welcher die liberale Partei anführte. Seit Anfang der vierziger Jahre unterstützte er die radikalen Re­formvorstellungen Lajos Kossuths. Er schrieb im ,,Pesti Hírlap" einen Leitartikel über die Gefahren der kroatischen nationalistischen Bewegung und war einer der Führer der gegen diesen Zusammenhalt propagierenden landesweiten Bewegung. 1845 organisierte er die Kanizsaer Schutzvereinigung und gründete die erste Spar­kasse des Komitats Zala. Sein ganzes Leben war vom Kampf gegen den kaiser­lichen Absolutismus geprägt, besonders nachdem 1845 auch an die Spitze des Ko­mitats Zala ein konservativer Obergespan gelangte. Csány betrieb in erster Linie praktische Organisrationsarbeit, er agitierte mit seinen Ansprachen und Reden, er fasste die Forderungen nach Veränderungen der Zalaer Reformer zusammen. Sein aufopferungsvolles Politisieren und seine Selbstlosigkeit wurden auch durch jeden Umstand vereinfacht, dass er alleine lebte und Ende 1843 seine Grundbesitze we­gen Verschuldung verkaufte. Im März 1848 war er sowohl finanziell als auch geis­tig unabhängig, als er schliesslich auch direkt in die landesweite oppositionelle Bewegung gelangte. Diese Studie zeigt Csánys Zalaer Laufbahn in der Reformzeit anahand der Aufarbeitung seines persönlichen Schriftennachlasses, der Korrespondenz mit Freunden, der offiziellen Protokolle und Akfen des Komitats Zala, der zeit­genössischen Presse, der Berichte der Geheimpolizei und der bisher erschienene Literatur.

Next

/
Oldalképek
Tartalom