Kossuth kormánybiztosa, Csány László 1790-1849 - Zalai Gyűjtemény 30. (Zalaegerszeg, 1990)

VI. Molnár András: Csány utolsó levelei

ANDRÁS MOLNÁR DIE LETZTEN BRIEFE VON LÁSZLÓ CSÁNY Nach der Niederschlagung des Freiheitskrieges folgte Csány seinen Freunden nicht ins Exil. Er wusste sehr wohl, was ihn erwarten würde, wenn er in die Hände der Kaisertreuen fallen würde. Trotzdem wählte er die Gefangenschaft. Er sah 59jährig, krank, ohne Familie und jeglichen Besitz, keinen weiteren Sinn für sein Leben. Nach der Waffenniederlegung bei Világos ergab er sich den Russen. Kurze Zeit wurde er in Nagyvárad gefangen gehalten. Später wurde er den Kaisertreuen übergeben, die ihn nach Pest brachten und ihn im berüchtigten „Neugebäude" in­haftierten. Sein Prozess verlief vor dem k.u.k. Kriegsgericht Pest. Die Prozesak­ten sind zwar abhanden gekommen. Soviel ist jedoch festzustellen, dass es dem Auditor Nedelkovich nicht schwer fiel, ihn in Sachen Hochverrat schuldig zu sprechen. Csány verhielt sich vor dem Kriegsgericht mutig. Er leugnete nichts und trug für alle seine Taten die volle Verantwortung. Das k.u.k. Kriegsgericht hat ihn des Hochverrats für schuldig befunden und zum Tode durch den Strang verurteilt. Das Urteil wurde am 10. Oktober 1849 vollstreckt. Hier veröffentlichen wir, nach der Zusammenfassung der wenigen ursprüng­lichen Schriften, der für authentisch gehaltenen Tagebücher und Memoiren sowie der Legenden unbekannter Herkunft, die authentischsten Zeugen seiner letzten Tage, seine Briefe aus dem Gefängnis. Herausragend ist der an seinen Stiefsohn Graf Kálmán Schmiedegg aus dem Armesünderhaus geschriebene Brief, in dem er unter anderem über sich selbst schreibt: „Wenn ich auch meiner Heimat habe nichts nützen können, so kann ich jedoch ihr Märtyrer sein."

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