Közlemények Zala megye közgyűjteményeinek kutatásaiból - Zalai Gyűjtemény 18. (Zalaegerszeg, 1983)

Szabó Sándor: Péteri és téti Takáts József író és költő, mint irodalomszervező

SÁNDOR SZABÓ JÓZSEF TAKÁTS VON PÉTERI UND TÉT, SCHRIFTSTELLER UND DICHTER ALS ORGANISATOR DER LITERATUR (18. 3. 1767. Keszthely — 3. 5. 1821. Tét) Zusammenfassung József Takáts-Péteri (1767—1821) ist einer der weniger bedeutenden ungari­schen Dichter. — Zu seinen Lebzeiten wurde er über seine Verdienste hinaus geehrt, nach seinem Tod hingegen, wurde er lange nicht einmal der verdienten Achtung gewürdigt. — Der vor seiner Weihe den Orden verlassende, sechs Sprachen spre­chende Seminarist war am Anfang seiner Laufbahn erster Bibliothekar der zu die­ser Zeit gegründeten Festetich Bibliothek in Keszthely und später Erzieher des Grafen Sohnes. — Mit seinem Zögling verbrachte er sieben Jahre in Wien, wo er Anschluss fand an die dort lebenden ungarischen Schriftsteller und auf ihren Ein­fluss selbst Gedichte zu schreiben begann. — Seinen Schüler, mit dem er in den Ferien ganz Ungarn und dann auch Italien bereiste, unterrichtete ermöglichst in Versen. — Seine moralischen Lehren und philosophische Lebensprinzipien enthal­tenden Gedichte, hauptsächlich aber seine Gesänge, waren zu seiner Zeit allge­mein beliebt, sind heute jedoch kaum mehr bekannt, obwohl in seinen Werken, in welchen der deutsche und französische, wie auch der klassisch-lateinische Ein­fluss nachweisbar ist, auch mit heutigem Mass gemessene Werte zu finden sind. Sein grösster Verdienst besteht jedoch darin, dass er in 1798 — mit der mate­riellen Unterstützung des Grafen György Festetich — in Wien den ersten unga­rischen Bücher-Verlag gegründet hat und im Rahmen des „Ungarische Minerva" wie Werke acht prominenter ungarischer Schriftsteller herausgab. Da aber Graf Festetich nach dem Erscheinen des zweiten Bandes seine weitere Unterstützung einstellte, setzte Takáts seine Tätigkeit fort und — nachdem es sei­ne gebesserte materielle Lage zuliess — gab er auf eigene Kosten die Wer­ke seiner begabten aber mittellosen Schriftsteller —Freunde heraus. — Den bleiben­den Wert seines Lebenswerkes bedeutet diese seine litaratur-organisatorische Tä­tigkeit. — Ausserdem die vielen Briefe die er mit den Schriftstellern und Dichtern des ganzen Landes wechselte, sind auch heute noch wertvolle Quellen der unga­rischen Literaturgeschichte.

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