Lagzi István: Lengyel menekültek Zala megyében a második világháború idején - Zalai Gyűjtemény 3. (Zalaegerszeg, 1975.)
FÜGGELÉK - FLÜCHTLINGE AUS POLEN IM KOMITAT ZALA WÁHREND DER ZEIT DES II. WELTKRIEGS
überschreitet habén und zuletzt die Offiziere bis auf Altersgrenze von 40 Jahren (bis zu den Kapitánen hinauf) den Befehl, die „Flucht" durchzufühien. Die Stabsoffiziere und die Generálé durften das Gebiet Ungarns erst nach Entgegennahme eines auf ihren Namen lautenden, zur Flucht auffordernden Befehls von dem Verteidigungsministerium des polnischen Emigrantenkabinetts in London verlassen. Bei dem Überschreiten der ungarisch—jugoslavischen Grenze habén (in den meisten Fállen) Personen aus der Bevölkerung an der Grenze Hilfe geleistet. In dem Hinbringen der polnischen Staatsbürgern an die Südgrenze Ungarns beteiligten sich zahlreiche ungarische Gesellschaftsaktivisten. Mit Hilfe von Bauern, Fischerleuten, Fáhrmánnern, Eisenbahnern, Kraftfahrzeugbesitzern, die das Gebiet gut kannten, wurden jede Nacht Dutzenden von Polen über die ungarisch—jugoslawische Grenze begleitet. Eine máchtige Hilfe wurde auch seitens der Magyar—Lengyel Menekültügyi Bizottság (Ungarisch—polnisches Kommitee für Flüchtlingswesen) und übriger ungarischer gesellschaftlicher Organisationen geboten. Die Gesamtanzahl der polnischen Soldaten und wehrpflichtigen Zivilpersonen, die das Gebiet Ungarns verlieBen darf (laut der uns zur Zeit zur Verfügung stehenden Literatur) auf 110 Tausende eingeschátzt werden. Die von dem Gebiet Ungarns evakuierte polnische Staatsbürger bildeten einen wesentlichen Anteil der auf englischem und französischem Boden aufgestellten polnischen Armee. Diese polnische Einheiten trugen bei Tobruk in Nord-Afrika, auf der Frontlinie im Westen, in Belgien und bei Montecassino durch ihr Kámpfen im bedeutenden AusmaB dazu bei, daB der Faschismus geschlagen werden konnte. Den nach Ungarn geflüchteten Polen wurde von der Ungarischen Regierung eine korrekté, wenn auch nicht problemlose Lebensmöglichkeit zugesichert. In den Militár-, wie auch in den Zivilflüchtlingslagern durften die Polen eine Authonomie in kultureller, und moraler Hinsicht, wie auch hinsichtlich des Gesundheitswesens. Die Versorgung der Soldaten wurde durch Spitálern (in Győr und in Eger) und durch Sanatorien (im Dorf Lettkés) vollgezogen. Die Flüchtlinge durften Grund- und Mittelschulen in polnischer Sprache errichten. Sie besassen ihre eigene Presse, sie durften für die altén Leute in Keszthely das Altersheim und ein Erholungslager errichten und in Betrieb haltén. Sie waren imstande in Vác ein selbststandiges Kinderheim für die verwaisten Judenkinder unterhalten. Die in dem Dorf Oroszi bestehende Polnische Volkshochschule und die in den Militárlagern tátige Katholische Freie Universitát durfte kulturellen (politischen) Weiterbildungszwecken dienen. Die Versorgung der Flüchtlinge im Militárstand lag der Abteilung 21 des Verteidigungsministeriums, die der Zivilpersonen aber der Abteilung IX. des Innenministeriums ab. Ein Teil der Flüchtlinge nahm ab Herbst 1939 eine Arbeit an und wurde tatig. Zufolge des durch die Kriegswirtschaft verursachten Knappheit in Arbeitskráften waren die polnischen Fachleute gefragte und gut bezahlte Arbeitskráfte. Die polnische Arbeitsnehmer mit Fachausbildung verfügten über einen Verdienst von 200— 1500 Pengő, das der Entlohnung der gut, bzw. am bestén bezahlten ungarischen Fachkráften entsprach. Die ausschlaggebende Mehrheit der polnischen Arbeitsnehmer erhielt Arbeitslöhne, die dem Einkommen der durchschnittlichen ungarischen Werktátigen (von einem Lohn und Gehalt lebenden) entsprach. In dem Lében der Flüchtlinge trat mit dem 19. Márz 1944, durch die Besetzung Ungarns von den Deutschen eine entscheidendeÁnderung auf. Ihre von dem Staat gewáhrleistete Sicherheit hörte auf zu existieren und auf Anweisung der Deutschen wurde ab 1. April 1944 die den Flüchtlingen zugesicherte regelmáBige Geldunterstützung Ihnen auch entzogen. Die Lage der polnischen Staatsbürger wurde in politischer, sowie in wirtschaftlicher Hinsicht gleicherweise kritisch. Es ist der Opferbereitschaft des ungarischen Volkes, der Arbeiter, der Bauern und der fortschrittlich