Vízügyi Közlemények, 2003 (85. évfolyam)

3. füzet - Rövidebb tanulmányok, közlemények, beszámolók

496 Sipos Gy.-Kiss 7 . " the examined 20 km long river reach the size of the islands and the widening of the channels increase towards downstream. All these indicate a trend in which the river Maros is gradu­ally turned into a braided river arm system on its lower regulated reach, having its channel silted up as well. * * * Entstehung und Entwicklung der Inseln an der Grenzstrecke des Flusses Maros von Dipl.-Geogr. György SÍPOS und Dr.-Biol.-Geogr. Tímea KISS Vörden im XIX. Jh. durchgeführten Flußregulierungen gab es, den damaligen Energie­und Strömungsverhältnissen entsprechend, äußerst zahlreiche Inseln an den ungarischen Flüssen. Im Laufe der nun schon auf eine lange Geschichte zurückblickenden Regulierungen sind diese Formationen größtenteils verschwunden, wodurch unsere Gewässer nicht nur morphologisch gesehen, sondern auch im Hinblick auf die Habitate ärmer geworden sind. Eine der Ausnahmen davon bildet die Strecke zwischen Fluß-km 30 und 50 des Flusses Maros. Im Laufe der Regulierungen wurde die unterste Strecke dieses Flusses fast gradlinig gestaltet (wobei ein neues Flußbettmuster enstand), so daß hier nach Fertigstellung der Arbeiten eine allmählich zunehmende Anzahl von Inseln enstand. Am stark mäandrieren­den Fluß Maros gab es zwar auch vor der Regulierungmabnahmen Inseln, diese befanden sich jedoch hauptsächlich am inneren Bogen der Krümmungen, so daß sie eher als etwas höhere Sandbank-Flächen, als in Flußbettmitte befindliche Inseln zu betrachten waren. Innerhalb der untersuchten Flubabschnitten haben wir Flußbetterweiterungen (Nodi) iden­tifiziert. Sie sind die primären Stellen der Inselentstehung. Aufgrund einer Vermessung dieser Nodi wurde versucht, den ganzen untersuchten Flußabschnitt zu bewerten. Von allen Nodi ist der komplexeste das Insel- und Sandbanksystem bei Apátfalva. Die daselbst erforschten Beziehungen dienten als Ausgangspunkte für unsere weiteren Folgerungen. Im allgemeinen hatte unsere Untersuchung zum Zweck, zu erkunden, wie der verhält­nismäbig sich selbst überlassene Flußabschnitt auf die im XIX. Jh. durchgeführten Regulierungen reagiert, welche Mechanismen der Inselentsehung an ihm zu beobachten sind. Es wurden dabei verschiedene Methoden, bzw. verschiedene Annäherungen (gemor­phologische Kartierung, GIS-Analyse, dendrologische Unteruchnug) angewandt. Die Ergebisse der Untersuchung können folgendermaben kurz zusammengefaßt wer­den: Die geomorphologische Vermessung des in der Flußbetterweiterung bei Apátfalva befindlichen Insel- und Sandbanksystems hat darauf hingewiesen, daß die Geschwindigkeit der Wasserstandsabnahme sowie das Verhältnis zwischen Hoch- und Mittelwasser sowohl die Grobe der entstehenden Formationen als auch die Möglichkeit ihres Bestehens in erheb­lichem Mabe beeinflussen. Im Untersuchungsgebiet geht die Inselformung von den Sandbänken der Flußbettmitte aus und wird durch eine rasche Ansiedelung der Pflanzen und einer darauffolgenden längeren hochwasserfreien Periode begünstigt. Sodann kann die Bewegung der Inseln sogar 5-10 m/Jahr erreichen. Die Entstehung und Entwicklung der Inseln ist ein zyklischer Vorgang, während dessen die in einem Nodus entstehenden Inselkerne sich zu Inseln entwicklen und sodann, der Verschiebung dem Stromstriches entsprechend, sich einem der beiden Ufer anschließen. Der Stromstrich verändert sich oft innerhalb des Systems, was zur wiederholten Erneuerung oder Verstopfung der Flußarme führen kann. Während die Luftaufnamen, die Karten und die GPS-Messungen genaue

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