Vízügyi Közlemények, 2002 (84. évfolyam)

1. füzet - Rövidebb tanulmányok, közlemények, beszámolók

162 Barna József In der Praxis der EU-Länder wird mit einer spezifischen Abwassermenge von 0,12 m 3/Kopf/Tag gerechnet,. Auf dem Lande, wo der Wasserverbrauch etwas geringer ist, genügt es, mit 0,08 m 3/Kopf/Tag zu rechnen, während für die Städte eher die Richtzahl 0,12 m 3/Kopf/Tag Zu empfehlen ist. Gibt es in der betreffenden Siedlung eine Industrieanlage, so muß der Einwohnergleichwert der daselbst anfallenden Abwassermenge gesondert ermittelt werden. Die auf einen Einwohner entfallenden Bau- und Betriebskosten der Abwasserklärung sind desto niedriger, je einfacher und kleiner das betreffende Abwasserklärsystem ist. Die billigsten und wirtschaftlichsten sind die individuellen Abwasserkläranlagen der Gemeinden, welche gleichzeitig den Anforderungen der Abwasserklärung und des Umweltschutzes im höchsten Grad genügen. Wo nur möglich, muß deshalb das Prinzip „eine Gemeinde — eine Kläranlage" durchgesetzt werden. Von den Abwassersammlern und den Rohrtransportsystemen sind am meisten die Gravi­tations* und die unter Druck funktionierenden Systeme verbreitet, während die Vakuumsyste­me von den Projektanten weniger favorisiert werden. Der einzige wesentliche Vorzug der Va­kuumsysteme gegenüber der Gravitationssysteme ist, daß während bei den letzteren die Rohrleitung in einer Mindesttiefe von 2 m, bei den Vakuumsystemen knapp unter der Frost­grenze, also in einer Tiefe von lediglich 1 m gelegt werden muß. Das Vakuumsystem erfor­dert also ein geringeres Volumen an Erdarbeit. Im Vergleich zum Drucksystem fallt jedoch auch dieser Vorteil weg, da die erforderliche Tiefe der Rohrleitung dieselbe ist, wie bei dem Vakuumsystem. Der Bau großer regionaler System erfordert eine Unmenge an Rohrleitungen, ist also be­sonders nutzbringend für die Hersteller- und der Baufirmen, ist jedoch vom Gesichtspunkt der Technologie und des Umweltschutzes ausgesprochen nachteilig, ja sogar schädlich und belastet finanziell die betreffende Bevölkerung unnötig. Im Interesse der Lösung der Aufgaben der ungarischen Abwasserklärung: — sollen womöglich individuelle oder Kleinregions-Abwasserklärsysteme geplant und gebaut werden, — dürfen keine Rohrleitungs-Transporte in einer Länge über 10 km vorgesehen werden (z.B. wenn eine kleinere Gemeinde im Ballungsgebiet einer größeren Stadt liegt, da in den kleinen Gemeinden nur wenig Abwasser anfällt) — dürfen auch bei Kleinregion-Anlagen die Abwässer höchstens aus einem Kreis mit 10 km Radius eingesammelt werden müssen in der Tiefebene, wo die Wohnsiedlungen weit (oft über 10 km weit) vonein­ader liegen, individuelle Abwasserkläranlagen errichtet werden, — werden für den Rohrleitung-Transport des Abwassers, von den lokalen Gegebenheiten abhängig, die Gravitations- und die Drucksysteme empfohlen, sind ja die Vakuumsy­steme teuer, erfordern bei der Montierung besonders sorgfältige Arbeit und Genauig­keit und können nur unter besonderen Umständen angewandt werden, — soll man berücksichtigen, daß nach der gegenwärtigen Regelung nur die Gemeinden über 2000 EGW staatlich unterstützt werden können. Diese verfehlte Regelung muß geändert werden, da es auch im Interesse des Umweltschutzes liegt, daß die staatliche Unterstützung an keinen unteren Grenzwert des EGW gebunden sei. * * *

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