Vízügyi Közlemények, 2002 (84. évfolyam)

1. füzet - Kozák Miklós: A vízerő-hasznosítás és a lefolyás-szabályozás, mint a fenntartható fejlődés alapjai

118 Kozák Miklós sichts dessen erhielt in letzter Zeit Österreich von der EU einen Beitrag von 300.000 Euro zur Errichtung des Donaukraftwerkes Freudenau. Die Schlußfolgerungen der internationalen WMO-Konferenzen haben für Ungarns Was­servorratswirtschaft einen besonders dramatischen Charakter. Wir müssen die die Wasservorratswirtschaft betreffenden Schlußfolgerungen der ungari­schen und internationalen Erfahrungen unbeding berücksichtigen, wenn wir unsere zukünfti­gen wasserbezogenen Aufgaben fachgemäß formulieren wollen. Dies trifft besonders für das ziemlich „geschlossene" Karpatenbecken zu, in welchem das Mikroklima von der Bedecktheit des gegebenen Raumes, letztere aber von der der Größe der Wasserflächen abhängig ist, die auch von den Flüssen des Theißtales (der Theiß selbst, der Körös-Flüsse, der Szamos und der Berettyó) erheblich beeinflußt wurden. Die faschen Ansichten, nach welchen die „Austrocknung" der Ungarischen Tiefebene der Theißregulierung zugeschrieben werden, sind keineswegs neu. Sie hatten den Zweck, die igno­rante öffentliche Meinung irrezuführen. Réthly hat bereits 1936 auf die Eigennützigkeit und gesellschaftliche Schädlichkeit dieser Anschauungsweise hingewiesen. Seine Worte sind auch heute noch gültig, gibt es ja noch immer falsche Ansichten. Die trendmäßige Abnahme des Nie­derschlags im Karpatenbecken (Bild 3) dauert seit 1880 bis heute: der Jahreswert von 1880, nämlich 675 mm.a­1 hat bis heute um 20% abgenommen (550 mm.ä" 1) (Bild 4), wobei während dieser Zeit auch die mittlere Jahrestemperatur zunahm, wie es auch am Beispiel der Oberen Raab ersichtlich ist (Bild 5). Die jeweilig zu befriedigenden Wasserbedarfe können jedoch fast immer nur mit Hilfe der Speicherung gedeckt werden. Dies trifft für die Zukunft in zunehmendem Maße zu. Ohne Ab­flußregelung gibt es also keine Speicherung, ohne Speicherung keine Wasservorratswirtschaft, keine Wassersteuerung und keine Wassernutzung, die alle eine unentbehrliche Voraussetzung für die Existenz und die Entwicklung der Menschheit bilden. Die Wasserspeicher sind die Tre­sore der Wasserwirtschaft! Der Hauptzweck der Rückhaltebecken bzw. der Wasserspeicherung ist, die Wassermen­gen der Oberflächengewässer mit der Hilfe von Speichern zurückzuhalten, nutzbar zu machen und den Ansprüchen der Wassernutzungen entsprechend zu regeln. Laut einer prognostisch ba­sierten Analyse des Wasserverbrauchs und der Wassernutzung spielen die die Quelle der Was­serspeicherung bildenden Niederschlagsverhältnisse eine entscheidende Rolle bei der Gewähr­leistung der Bedingungen einer nachhaltigen Entwicklung. Die Wasserspeicherung ermöglicht nämlich eine Mehrzwecknutzung der Wasservorräte. Von diesen Zwecken sind die wichtigsten: die Wasserversorgung, die landwirtschaftliche Bewässerung und die Stromerzeugung, die alle grundlegende Daseinsbedingungen der Menschheit darstellen. Dementsprechend stehen die Talsperren fast immer in einem untrennbaren Zusammenhang mit der Wasserkraftnutzung und der vielsitugen Wasserwirtschaft. Mit den Problemen der großen Talsperren befassen sich drei, fachgemäß orienterte Welt­organisationen: die ICOLD (International Commission of Large Dams), die ICID (International Commission on Irrigation and Drainage) und die IHA (International Hydropower Association). Die Zielsetzungen aller drei Organisationen sind dieselben: Gewährleistung der Entwicklung, des Fortschritts und der Menschenrechte, besonders auf dem Gebiet der mit der Fluß- und Ab­flußregulierung zusammenhängenden Wasser- und Energieversorgung. Die Wasser- und Ener­giebewirtschaftung sind außerordentlich wichtige Elemente einer auf die nachhaltige Entwick­lung orientierten, perspektivischen Anschauungsweise. In dieser Beziehung existieren scharfe Widersprüche zwischen den fachlichen Weltorganisationen (ICOLD, ICID, IHA und IEA) so­wie den verschiedenen gesellschaftlichen Organisationen für Umweltschutz (ICD, WCD und IRN). In Ungarn sind diese Verhältnisse noch komplizierter, was auf zwei hauptsächliche Ursa­chen zurückzuführen ist: 'binerseit auf ein Mißverständnis der Meinung der die Talsperren an-

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