Vízügyi Közlemények, 1998 (80. évfolyam)
4. füzet - Petrőcz Bálint: Győr árvízvédelmének fejlesztése
602 Petröcz Bálint nannter Strecke immer kritisch gewesen war, mußte hier eine neue technische Lösung, undzwar eine auf Tieffundament errichtete Hochwasserschutzmauer, angewandt werden. Dem linksufrigen Raab-Schutzdeich schließt sich die 2520 m lange Schutzlinie am rechtsseitigen Rahnitz-Ufer an (Bild 1). Der Plan für die Bauausführung dieser Strecke wurde zwar fertiggestellt, doch erfolgte der Ausbau (mit Deichbefestigung an beiden Wasserseiten) lediglich bis zur Pinnyed-Brücke, da inzwischen das Hochwasserschutzsystem der Stadt Győr — im Rahmen einer Programmänderung — modernisiert wurde, indem die Strecke der Mosoni-Duna bei Püspökerdő durchgestochen und die Mündungsstrecke der Rabnitz verlegt wurde. Bei dem genannten Durchstich ist die Sohlenbreite der Mosoni-Duna 30 m. Die obere Breite des Flußbettes ist 90 m und die Böschungsneigung ist 1:3. Die Entfernung zwischen Flußbett- und Deichachsen ist 125 m (Bild 11). Der fertiggestellte Durchstich ist in Bild 12 zu sehen. Die Sohlenreite der neuen Mündungsstrecke der Rabnitz (des sog. Rabnitz-Entlastungskanals) ist 17,40 m. Die obere Breite des Flußbettes ist 33 m, die Böschungsneigung aber 1:3. Die Entfernung zwischen Flußbett- und Deichachsen beträgt 80 m (Bild 11). Von den Vorteilen dieser getroffenen Maßnahme soll unterstrichen werden, daß dieser — früher die meisten Hochwasser- und Vernässungsprobleme verursachende — Flußabschnitt sich nunmehr nicht im heute schon dicht bewohnten Teil der Stadt befindet. Für den Hochwasserschutz der Stadt Györ ist inzwischen von besonders hoher Bedeutung, daß entlang des somit verkürzten Flußbettes auch die Länge der primären Hochwasserschutzlinien um etwa 4 km abnahm, wobei die alten Schutzanlagen zu sekundären Schutzlinien wurden (Bild 1). Um dem Rückstaueffekt der Donau vorzubeugen, wurde bei der neuen Rabnitz-Mündung ein Mündungsbauwerk errichtet (Bild 13). Seine Öffnung ist 8,0 m breit (Bild 14) und es hat folgende Aufgaben: — als Hochwassertor soll es die Hochwässer der Mosoni-Duna von der Rabnitz fernhalten, solange das Flußbett und das Deichvorland der Rabnitz imstande sind, die Hochwasser der Rabnitz zu speichern; — an der Mündungsstrecke der Rabnitz gewährleistet es eine Wasserstandssenkung von etwa 1,10 m, undzwar gerade dort, wo die Schutzdeiche am höchsten sind und wo die meiste Entwicklung derselben notwendig war; — während der Niederigwasserperiode gewährleistet es, mittels Anstauung, höhere Wasserstände für die landwirtschaftlichen Wasserentnahmen; — es ist sogar, wenn auch nur in beschränktem Maße, schiffbar für gewisse schwimmende Arbeitsmaschinen; — es gewährleistet die Abführung des Hochwasserabflusses der Rabnitz in die Mosoni-Duna. * * * Развитие защитя от наводнений города Дьёр ПЕТ POU Балинш, дийл. инженер Дьёр, город „воды", лежит на северном краю Кишальфёльда, одного из региональных единиц страны. Здесь впадают в реку Мошоньского Дуная реки Раба и Рабца, а река Марцал впадает в реку Раба в пределах ведомственного управления городом. Здесь же находятся и Промышленный-Канал, водотоки Малый и Большой Панджа и Мёртвый Марцал (рис. 1). Общая длина водотоков на площади города составляет 34,9 км, из которого Мошоньский Дунай - 18,5 км, Раба - 9,1 км, Рабца - 3,2 км, Марцал - 1,7 км и Промышленный-Канал - 2,4 км. Данные по длине противопаводковых дамб приведены в таблице I. В организации службы по защите от наводнений города Дьёр, с 1-ого января 1969