Vízügyi Közlemények, 1992 (74. évfolyam)

3. füzet - Illés L.-Jeczkó J.: A Tisza felső szakaszán kialakult szélsőséges kisvízállások vizsgálata

A Tisza felső szakaszán kialakult szélsőséges kisvízállások vizsgálata 279 Untersuchung der an der Oberen Theill entstandenen Niedrigwasserstände von Dipl.-lng. Lajos ILLÉS und Dipl.-Ing. János JECZKÓ An der Oberen Theiß, insbesondere in der Umgebung ihres ukrainisch-ungarisch Grenz­querschnittes Tiszabecs, kam es wahrend der vergangenen Jahren öfters zu außerordentlich niedrigen Wasserstanden (Tabelle I). Es wurde untersucht, welche Faktoren zu diesen außerordentlich niedrigen Wasserstanden führten. Es wurden dabei die jahrlichen Minima der Tageswasserstände (H s a) sowie die jährli­chen Mittelwerte der monatlichen niedrigsten Wasserstande (77 s mo) analysiert. Die Zeitreihe der //sa-Werte (Bild I) weist für die Periode vor 1971 eine geringere und für diejenige nach 1971 eine bedeutendere mittlere Senktungder Wasserstünde (АЛ) aus. Das steht in völligem Einklang zur Analyse der // sm o-Werte (Bild 2). Als Ergebnis einer Untersuchung von Ursachen und Folgen konnte folgendes festgestellt werden: - Der Trend der Jahresniederschläge (Bild 3) stimmt grundlegend mint demjenigen der jährlichen niedrigsten Wassertände überein. - Eine Analyse der Flußbettveranderungen (Bild 3) ergab eindeutig, daß das Dußbett im Querschnitt Tiszabecs von 1974bis 1985 sank und sich zwischen 1985 und 1990 erhöhte; als Endresultat der numerischen Berechnungen (Bild 5) ergab sich, daß der zu demsel­ben Wasserstand gehörende Durchflußquerschnitt (A) während der Untersuchungspe­riode zunächst um etwa 32 bis 37% zunahm und dann wieder abnahm. - Die mittlere Strömungsgeschwindigkeit (v A m) hat im Querschnitt Tiszabecs (Bild 7) kontinuierlich und in bedeutendem Maße zugenommen, während im Theiß-Querschnitt Tivadar die Geschwindigkeit zwar ebenfalls zugenommen hat (Bild 8), doch von weitem nicht so bedeutend und eindeuting, wie bei Tiszabecs. - Die längsschnittsmäßigen Veränderungen des Flußbettes und des Gefälles (Bild 9) deu­ten eindetig auf eine Vertiefung des Flußbettes hin, deren Ursache die Verfasser einer­seits in den sehr bedeutenden Kicsbaggerungen aus dem Flußbett, andererseits aber darin erblicken, daß die seit 1970 ausgebliebenen großen Hochwasser nunmehr keinen Geschiebenachschub leisten. - Die ober- und unterirdischen Abflußverhältnisse des Einzugsgebietes haben sich (etwa infolge forstwirtschaftlicher Maßnahmen oder Veränderung der Hebauungsstruktur) nicht wesentlich verändert. Die Fndergebnissc der Untersuchung werden in Bild 13 und Tabelle II zusammengefaßt. Auf Grund ihrer Analyse wird vorgeschlagen, - bei der Genchmingung von Kicsbaggerungen aus dem Flußbett umsichtiger als bisher vorzugehen, - neue maßgebende Werte der Niedrigwasserstände zu bestimmen, - das Flußbett der Theiß jährlich zu vermessen, um die nußbctlveränderungen verfolgen zu können, - im Querschnitt Tiszabecs zweiwöchenllich Durchflußmessungen durchzuführen und schließlich, - die lokale Öffentlichkeit über die Ursachen der Wasserstandssenkung fachkundig und in weitem Kreise zu unterrichten.

Next

/
Oldalképek
Tartalom