Vízügyi Közlemények, 1992 (74. évfolyam)

2. füzet - Schiller, Heinz: Elkészült a Majna-Duna víziút

138 Schiller, Heinz increasing portion of the investment costs is being spent on environmental control strategies ai­med at alleviating the harmful effects of the river barrages. Considering navigation the primary objective the Bavarian water administration utilizes the Main-Danube canal for supplementary water diversion purposes too. With the exception of the low water periods of Danube 23 m s' 1 discharge is being diverted from River Danube of more abundant water resources to the Main Basin prone to water shortages. This discharge, along with the further 12,3 m 3 s" 1 to be utilized for compensating the water losses of the Canal, is being lifted by pumps that are installed in the river dams of the southern part of the canal, up to the peak reservoir. In periods when water diversion from Danube is ceasing the necessary discharge will be released from the Brombach reservoir that collects the flood waters of River Altmühl (Figure 4.). * * * Die Wasserstraße Main-Donau ist fertiggestellt von Dipl.-Ing Heinz SCHILLER Mit der im September 1992 erfolgten Eröffnung des Main-Donau Kanals ist eine kontinu­ierliche Schiffahrt zwischen der Nordsee und dem Schwarzen Meer möglich geworden. Die Brücken-Rolle des Kanals für das europäische Wasserstraßennetz (Bild 1) ist von unermeßlicher Bedeutung: er verbindet den zweitlängsten Strom Europas, die Donau mit ihrem am meisten befahrenen Fluß, dem Rhein (Bild 2). In der Einleitung behandelt der Verfasser kurz die Vorgeschichte des Main-Donau Kanals: die auf eine Verordnung Karls des Großen 793 begonnene Fossa Carolina sowie den nach dem bayerischen König Ludwig I. benannten, 1845 fertiggestellten und bis 1945 betriebsfähigen, 172 km langen und für 120 tonnen-Schiffe ausgebauten Kanal, auf welchem u.a. auch die Glieder der Budapester Kettenbrücke 1845 von England nach Ungarn befördert wurden. Die rechtlichen und finanziellen Grundlagen für den Ausbau einer leistungsfähigen Was­serstraße Rhein-Main-Donau wurden durch die 1921 von dem deutschen Staat und Bayern er­folgte Gründung der Rhein-Main-Donau Ag (RMD) geschaffen. Eine Aufgabe der RMD ist es, zwischen Aschaffenburg am Main und Passau an der Donau eine Wasserstraße für Großen­schiffe auszubauen. Zur Finanzierung dieses Anlagensystems durfte die RMD am Main, an der Donau (Bild 3) und an einigen ihrer Zubringer Wasserkraftwerke errichten (bis heute wurden ihrer 56 erbaut) und deren erzeugte Energie bis 2050 verwerten. Die Studie behandelt ausführlich die durch die RMD bis 1992 durchführten Arbeiten: den Ausbau der betroffenen, 297 km langen Main-Strecke zu einer geschlossenen Kette von Stau­haltungen; die Linienführung und die Schleusen (Bild 4) des 171 km langen Main-Donau Ka­nals, die für die Ausbildung ihrer Querschnitte grundlegenden Untersuchungen (Bild 5) und die bei der Verdichtung des Kanalbettes angewandten Technologien; und scließlich die für die zu­verlässige Schiffbarkeit der betroffenen, 209 km langen Donau-Strecken bis 1969 an der 128 km langen Teilstrecke zwischen Regensburg und Vilshofen durchgeführten, leider nicht völlig be­friedigende Niedrigwasserregulierung sowie die Anlagen der Flußkanalisierung (von welcher eine endgültige Lösung erhofft wird), angefangen mit der zwischen 1923 und 1928 errichteten Stau­stufe Kachlet ganz bis zur 1989 begonnenen und voraussichtlich bis 1995 fertigzustellenden Staustufe Straubing (Bild 3). Im Zusammenhang mit den Staustufen wird darauf hingewiesen, daß infolge einer völlig begründeten Zunahme des Umweltbewußtseine der Öffentlichkeit die Genehmigungsverfahren von wasserwirtschaftlichen Anlagen immer langwieriger werden und auch ein immer größerer Anteil der Investitionskosten für die anknüpfenden Umweltbereini­gunsmaßnahmen verwendet werden.

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