Vízügyi Közlemények, 1991 (73. évfolyam)

2. füzet - Pálfai Imre: Az 1990. évi aszály Magyarországon

Az 1990. évi aszály Magyarországon 133 The drought event is well characterized by the figures showing the time variation of preci­pitation (Figure /), temperature (Figure 2) and the groundwater level (Figure 3). A series of figures illustrate the areal distribution of the drought. Figures 4 and 5 present the temperature distribution, while precipitation conditions are shown by Figures 6 and 7. The distribution of groundwater levels is illustrated by Figure 8. The joint effect of these factors are expressed by the drought index the area distribution of which latter is shown by Figure 9. The threshold value of drought is at PAI— 6; 6-8 indicate „moderate drought", the range of 8-10 is considered „drought", while values between 10 and 12 indicate „severe drought". In 1990 the lowland areas of Hungary fell, almost exclusively, into the last three category. Figure 10 presents the probabilities of occurence of the PAI index values of 1990, along with their areal distribution. At some locations the probability of occurrence is smaller than 1%, that is higher than 100 year drought was encountered in 1990. Analysing the distribution of the national averages of the index value (Figure 11) it was found that the probability of occurrence of the 1990 drought of Hungary was 3.6%, that corresponds to a return period of 28 years. The consequences of the drought are also rewieved, stating that the total drought damage of 1990 was 50 billion HUF. • ** Die Dürre von 1990 in Ungarn von Dr.-Ing. Imre Pálfái Die Dürre von 1990 in Ungarn wird vor allem aus der Sicht ihrer landwirtschaftlichen Auswirkungen untersucht, doch werden bei ihrer Kennzeichnung auch meteorologische und hydrologische Daten herangezogen. Auf Grund derselben werden für das Jahr 1990 die Werte der vom Verfasser selbst eingeführten Dürrekennzahl ( PAI) sowie deren Auftrittswahrschein­lichkeiten ermittelt (Tabelle /). Der für das ganze Staatsgebiet errechnete Durschschnittswert wird dann mit denjenigen der zwischen 1931 und 1990 beobachteten gröten Dürren verglichen (Tabelle II). Das zeitliche Entstehen und der Gang der Dürre werden anhand von Ganglinien des Niederschlags (Bild 1), der Lufttemperatur (Bild 2) und des Grundwasserstandes (Bild 3) veranschaulicht. Die gebietliche Verteilung der Dürre wird mit Hilfe einer Reihe von Abbildungen näher­gebracht. Die Bilder 4 und 5 charakterisieren die Lufttemperatur-Verhältnisse, die Bilder 6 und 7 die Niederschlagsverhältnisse und schließlich Bild 8 kennzeichnet dei Grundwasserverhältnis­se. Die resultierende Wirkung all dieser Faktoren wird durch die Dürrekennzahl PAI ausged­rückt, deren gebietliche Verteilung in Bild 9 dargestellt wurde. Der Schwellenwert der Dürre liegt bei PAI=6; zwischen den Werten 6 und 8 gilt die Bezeichnung „mäßige Dürre", von 8 bis 10: „Dürre", von 10 bis 12: „harte Dürre" und über 12: „außesrordentlich harte Dürre". 1990 konnten fast sämtliche Flachlandgebiete Ungarns in die letztgenannten drei Kategorien einge­reiht werden. Bild 10 zeigt für 1990 die Auftrittswahrscheinlichkeit der Dürrekennzahl bzw. ihre gebietliche Verteilung. An einigen Stellen liegt diese Wahrscheinlichkeit unter 1%, d.h. hier handelte es sich um eine Dürre mit einer Jährlichkeit über 100 Jahren. Eine Untersuchung der Verteilung der für ganz Ungarn errechneten Durchschnittswerte der Dürrekennzahl (bild 11) läßt darauf schließen, daß die Auftrittswahrscheinlichkeit der Dürre von 1990 bei 3,6% lag, also ihre mittlere Wiederkehrszeit 28 Jahre sind. Der 1990 erlittene Dürreschaden Ungarns Wird mit 50 Mrd Ft (=rd. 1 Mrd DM) veranschlagt. ***

Next

/
Oldalképek
Tartalom