Vízügyi Közlemények, 1989 (71. évfolyam)
3. füzet - Starosolszky Ödön: A vízlépcsők hatása a jégjárásra
386 Starosolszky Ödön namentlich die kennzeichnende Abnahme der Häufigkeit des Eisstandes werden in Bild 8 für fünf Pegelquerschnitte der Donau veranschaulicht. Jegliche, auf die ganze Beobachtungsperiode bezogene statistische Analyse muß also von einer inhomogenen Datenreihe ausgehen, da die Daten auch anthropogene Auswirkungen widerspiegeln. Trotzdem ist eine Kennzeichnung der Eistage mit einer Г-Verteilung möglich (Bild 10), während für die Tage mit Eisstand, verständlicher Weise, keine überzeugende Verteilungsfunktion gefunden werden konnte. Für die Tage mit Eistrieb ergab sich für die Meßstationen ober und unterhalb Budapest eine leidlich annehmbare Regression (Bild 11), für die Tage mit Eisstand jedoch eine weit schwächere Beziehung. Die 1985 von einer 9 km langen Donaustrecke verfertigten Laufaufnahmen ermöglichten eine eingehendere Analyse (Starosolszky-Mayer 1988), deren Endergebnisse in Tab. IV. und in den Bildern 14 bis 15 zusammengefaßt sind. Die Variabilität der Eisdeckung ist entlang der untersuchten Donaustrecke groß, doch erwies sich die visuelle Beobachtung als überraschend zuverlässig. Die von der oberen Donaustrecke anlegenden thermischen Belastungen werden, auf Grund der Untersuchungen von Déri, in den Tabellen V und VI gezeiegt. Im Hinblick auf Wassergüte-Auswirkungen der Eisdecke wurden die in den untiefen Seen von Kanada durchgeführten Untersuchungen (Barica 1980, Mathias-Barica 1985) als Grundlagen betrachtet. Die eisbezogenen Erfahrungen der österreichischen Donaustaustufen wurden von Dorfmeister (1988) übernommen. Laut seiner Ergebnisse ist eine stabile Eisdecke im Oberwasser einer Staustufe vorteilhaft und ihre Anwendung is empfehlenswert. Der Analyse der Eisverhältnisse der Stauräume, besonders der Dauer und Mächtigkeit der Eisdecke, wurden die am Balaton-See, am Neusiedlersee (Bild 17) und an der Theiß, oberhalb der Staustufe Tiszalök, am Pegel Tokaj beobachteten Daten (Bilder 18 und 19) zugrundegelegt. Laut dieser Beobachtungen kann die Zeitdauer der Eisdecke in einem extremen Jahr sogar bis 100 Tage reichen und ihre Mächtigkeit sogar 0,25 m erreichen. Die auf Grund der eisbezogenen Untersuchungen erstellte winterliche Betriebsordnung ( VIZITER К 1987) enthält sowohl für die Staustufe Gabcikovo als auch für das Stauwehr Dunakiliti sowie die Staustufe Nagymaros, ausführliche Richtlinien, welche in Tab. VII. zusammengefaßt worden sind. Das Wesentliche dabei ist, daß womöglich rechtzeitig eine 0,10 m dicke Eisdecke gebildet werden muß und der den Energieansprüchen entsprechende Kraftwerkbetrieb erst danach wieder fortgesetzt werden darf. Eisdrift kann mit Hilfe von Eisbrechern, bzw. mittels Bewegung der Stauwehre gefördert werden. Infolge des Staustufensystems werden an der Donau, vom Gesichtspunkt des Eisregimes, sieben verschiedenen Abschnitte zustande kommen. Es wurde versucht, das nach der Errichtung der Staustufen zu erwartende Eisregime sowie die infolge Kraftwerkbetrieb zu erwartende Eisbewegung mittels eines numerischen Modells zu simulieren (VITUKI 1988), wovon die Bilder 21 und 22 zwei Eisdrift-Zeitreihen darstellen. Auf Grund der ersten Betriebserfahrungen bei der Donaustaustufen kann die winterliche Betriebsordnung bzw. das dieselbe begründende numerische Modell weiter verfeinert werden.