Vízügyi Közlemények, 1987 (69. évfolyam)

4. füzet - Domokos Miklós: Az "Ausztria vízháztartása" című project

592 Domokos Miklós decision-making based on the use of this well-managed information base. Such investigations are described in Chapter 3 of the paper by stressing the consequences of regional and temporal fluctuations of the waterhousehold elements in the water management information system of the country (Fig. 8). The Author hopes that this exposition of the preisworthy achievements of the hydrologists of the neighbouring Austria will contribute to the compilation of a similar water balance data bank for Hungary in a short time. * * * Das Forschungsprojekt „Wasserhaushalt von Österreich" von Dr.-Ing. Dipl. Math. Miklós DOMOKOS In dem Beitrag werden die Zielsetzungen und die bis Ende 1986 erzielten Ergebnisse des Forschungsprojektes „Wasserhaushalt von Österreich" im Überblick dargestellt. Das Projekt wurde im Jahre 1980 begonnen und ist Teil des Forschungsprogramms „Hydrologie Österreichs" der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Die Durchführung erfolgt im Institut für Hydrau­lik, Gewässerkunde und Wasserwirtschaft der Technischen Universität Wien, mit Unterstützung des Hydrographischen Zentralbüros and anderer Institutionen. Das Projekt stützt sich auf detaillierte Datenbanken für den Wasserhaushalt Österreichs. Unter deren Verwendung können für das ganze Staatsgebiet oder für beliebige Teilgebiete unter­schiedliche Wasserhaushaltsberechnungen mit einer durch die moderne Rechentechnik gesicherten Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Ausführlichkeit durchgeführt werden. Die Gebietscinheiten der Datenbasis bilden 271 Pegeleinzugsgebiete Österreichs sowie 60 „Restgebiete" zur Abdeckung der Gebietsflächen bis zu den Staatsgrenzen (Bild 1.). Die Zeiteinheit der Datenerfassung ist 1 Monat. Als erster Schritt wurde die Datenbasis für die drei Jahrzehnte von 1951 bis 1980 erstellt. Sie soll später fortlaufend ergänzt werden. Mit den gespeicherten Niederschlagsdaten wurden bereits verschiedene Auswertungen, wie z. B. Trenduntersuchungen, durchgeführt (Bilder 2 und 3). In der als „Wasserbilanzdatei" bezeichneten Datenbasis befinden sich zunächst für 271 Gebiets­einheiten diese charakterisierende, von der Zeit unabhängige „gebietsbezogene" Daten. Diese umfassen Koordinaten der Eckpunkte der annähernden Begrenzungspolygonc der Flußgebiete, sowie Daten über Bodennutzung und Geländekonfiguration (Bild 4). Weiters enthält die Daten­bank die gemessenen oder geschätzten Monatswerte der Wasserhaushaltselemente Niederschlag, Abfluß, als Schnee gespeichertes Wasserdargebot, und Verdunstung. Es werden einige methodologische Einzelheiten der Erstellung der Wasserbilanzdatei geschil­dert, u. a. das Modell der Bodennutzung sowie das Rastermodell der Geländeoberfläche mit 500 m Maschweite, welches rund 600 000 Rasterpunkte enthält und dem als Primärinformation die digita­lisierten Schichtenlinien der Österreichischen Karte 1 : 500 000 sowie ca. 50 000 Vermessungspunkte zugrundeliegen. Es werden auch Rechenprogramme behandelt, welche eine Berechnung und kartenmäßige Darstellung der Sonnenscheindauer, der Globalstrahlung und des Niederschlags ermöglichen (Bil­der 5, 6 und 7). Zur Wasserbilanzdatei wurde weiters ein Rechenprogramm entwickelt, mit dessen Hilfe die gegenseitige Abhängigkeit zwischen beliebig ausgewählten Gruppen sämtlicher gebietsbe­zogener oder Beobachtungsdaten als multivariante lineare Regression untersucht werden kann. Weitere Ziele der Arbeiten am Forschungsprojekt sind die Aufbereitung der Rechenprogram­me für die Evidenthaltung der Datei und somit die Schaffung der Grundlagen für eine kontinuierli­che operative Verfolgung des Wasserhaushalts, weiters aber auch die Durchführung von komplexen (z. B. Trend-) Untersuchungen, wie sie für die großräumigen wasserwirtschaftlichen Maßnahmen benötigt werden und die erst durch das nun zur Verfügung stehende umfangreiche, abgestimmte Informationsmaterial möglich werden. Für solche Untersuchungen werden einige Beispiele im Kapitel 3.1 der Studie erwähnt, wobei besonders auf die wasservorratswirtschaftlichen Konsequen­zen der regionalen und zeitlichen Schwankungen der Wasserbilanzelemente hingewiesen wird (Bild 8). Der Verfasser hofft, daß eine Bekanntmachung der vorbildlichen Leistung der Hydrologen des benachbarten Österreich auch in Ungarn zur baldigen Erstellung einer ähnlichen Wasserbilanzdatei beitragen wird.

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