Vízügyi Közlemények, 1984 (66. évfolyam)

2. füzet - Gilyénné Hofer Alice-Domokos Miklós: A bővített Balaton-vízgyűjtő vízkészlet-gazdálkodásának szimulációs modellej

A bővített Balaton-vízgyűjtő vízkészlet-gazdálkodásának szimulációs modellje 257 Wasserwirtschaftliches Simulationsmodell des erweiterten Balaton-Einzugsgebiets von Alice GIL YÉN-HOFER und Miklós DOMOKOS Der Zweck der Untersuchung ist: Aufbau und Testung eines Modells, welches den Wasserumsatz eines wasserwirtschaftlichen Systems simuliert, das einerseits aus dem 5775 km 2 großen - auch das geplante bzw. bereits im Bau begriffene Kis-Balaton Schutzsystem beinhaltende - Balaton-Einzugs­gebiet, andererseits aus dem benachbarten, 483 km 2 großen Einzugsgebiet des Gewässers Veszprémi Séd besteht, in dessen Schlußquerschnitt der potentiell auch aus Balaton-Wasser speisbare Speicher von Berhida vorgesehen wurde (Bild 1). Obige Aufgabe haben die Verfasser, mittels Weiterentwicklung ihrer für das Balaton-Einzugsge­biet früher erstellten Modelle, mit Hilfe des in Bild 2 dargestellten Modells gelöst, welches das Wasser­wirtschaftssystem des mit dem Speicher von Berhida erweiterten Balaton-Einzugsgebietes als die Gesamtheit von fünf zusammenarbeitenden Untersystemen behandelt (Tabelle I). Der Wasserumsatz innerhalb des Systems wird, für eine Reihe 1 monatiger Zeiteinheiten, aus den Wasserhaushaltskom­ponenten der einzelnen Untersysteme ausgehend, deterministisch simuliert, so daß innerhalb jedes Untersystems die - mit Wasserstandshaltung, Wasserbedarfsdeckung und Wasserabgabe zusammen­hängenden - gesellschaftlichen Anforderungen womöglich restlos befriedigt werden. Ist das in irgend­einer Zeiteinheit nicht möglich, so schränkt das Modell die Bedarfsbefriedigung - unter Berück­sichtigung einer vorgegebenen Präferenz-Reihenfolge - ein (Bilder 3 und 4). Wird das Modell mit genügend langen (50 bis 60jährigen) Datenreihen betätigt, ergeben sich für jedes Untersystem die Erwartungswerte der Sicherheit der Befriedigung der verschiedenen gesellschaftlichen Ansprüche. Das Modell wurde für einen Rechenautomaten programmiert und mit einer 60jährigen (1921-1980) Zuflußreihe sowie mit für das Jahr 1990 vorgesehenen Wasserbedarfs- und Speicherda­ten geeicht (Bild 5). Ergebnisse sind einerseits die zur gegebenen Eingabedaten-Kombination gehörigen Sicherheitsindizes (Tabelle II), andererseits und hauptsächlich aber der Nachweis der Funktionstüchtigkeit des Modells. Das Modell wurde sodann für weitere vier Entscheidungsvarianten angewandt. Laut der in Tabelle III. zusammengefaßten Indizes würde sich die Speisung des Speichers von Berhida aus dem Balaton auf die Wasserstandshaltungs- und Bedarfsbefriedigungs-Sicherheiten der 4 Untersysteme des Balaton-Einzugsgebiets kaum auswirken. Eine Einschränkung der zwecks Schiffahrt und Aal­fang an dem Siö-Kanal erfolgenden Wasserabgaben würde dagegen die Chancen der Einhaltung des im Interesse des Erholungswesens vorgeschriebenen Regelwasserstandsbereiches der Balaton-Sees erheblich verbessern. Das sich als funktionstüchtig erwiesene Modell wird in der Zukunft zur Simulationsuntersuchu­gen weiterer Entscheidungsvarianten über Entwicklung und Bewirtschaftung des Balaton-Wasser­wirtschaftssystems verwendet werden.

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