Vízügyi Közlemények, 1982 (64. évfolyam)

3. füzet - Botond György, Dobolyi Elemér, Gelencsér Péter, Györké Olivér, Jolánkai Géza, Szabó Sándor és Tóth László: A BALATON VÍZMINŐSÉG-SZABÁLYOZÁSA

399 ton See zu erforschen. Die Methodik der biologischen Untersuchungen, die „biologische Güteerfas­sung'" wurde Anfang der siebziger Jahre ausgearbeitet (Felföldi 1972/b). Die biologische Wassergü­teerfassung spielt neben den chemischen Untersuchungen eine wichtige Rolle, weil sie geeignet ist ein wesentlich umfangreicheres Bild über Güteänderungen des Seewassers zu liefern. Die wichtigsten Aufschlüsse über die künstliche Eutrophierung, so auch die Eutrophierung im Balaton See sind von den Untersuchungen der Phosphor- und Stickstoff-Formen zu erwarten. Als erste Ergebnisse der Forschung wurden die Verbreitung der P-Formen im offenen Wasser, im Uferstreifen und in den Sohlenablagerungen erschlossen und die Bilanz des Phosphorhaushaltes im Balaton See zusammengestellt (Bild 14). Der Trophitätszustand von Seen wird ausser dem Phosphor, in erster Linie von der Grösse und biologischen Zugänglichkeit des Stickstoffgehaltes bestimmt. Deshalb wurden zur Erforschung des N-Haushaltes des Balaton Sees die N-Formen im Wasser und im Niederschlag erfasst und die bio­logischen N 2-Verbindungen untersucht ( Bild 15 ). Besonderes Augenmerk wurde den Untersuchungen im Uferstreifen, der Verhütung von See­graswucherung und der Rolle der Röhrichtbestände gewidmet. Auf gewisse menschliche Nutzungsarten, wie Erholung, Baden, Segeln, wirken Bestände der Teichbinse eindeutig störend, aber die grossen, an die Sohle gebondenen Pflanzenmassen behin­dern durch ihre Beschattungswirkung, ferner durch die Aufnahme mineralischer Salze den Algen­wachstum, erzeugen Sauerstoff durch ihre photosynthetische Tätigkeit, entziehen dem Wasser ver­schiedene Schmutzstoffe und verbessern somit unbestreitbar die Wasserbeschaffenheit. Röhrichte können aufgrund der Ergebnisse von Untersuchungen als biologische Filter gröss­ter Ausbreitung in den ufernahen Gewässern des Balaton Sees betrachtet werden, die in das Seewas­ser eingeleitete Schmutz- und Nährstoffe, mit der Belastung in gewissen Grenzen zunehmend zu speichern fähig sind. Die Schilfbestände in der Umgebung von Abwassereinleitungen bauen grösse­re Mengen biogener Stoffe in ihre Masse ein als in reinem Wasser. 2.14. Sediment-Wasser Wechselwirkungen von Dr. P. GELENCSÉR Bis zu 95% der in den See eingeleiteten Phosphormengen verbleiben im System und werden zuletzt im Sediment festgebunden. Als Folge der komplexen biochemischen und physikalisch-che­mischen Vorgänge in der Wasser-Sediment Grenzschicht wird ein Teil des im Sediment gebundenen Phosphors in eine den Wasserpflanzen zugängliche Form zurückgeführt. Diese Rückführung von Phosphat, oder Rückdüngung wird vom Verfasser als „interne Belastung" bezeichnet. Im Rahmen von sich auf die gesamte Seefläche erstreckenden Untersuchungen wurde die chemische Beschaffenheit der Oberflächenschicht des Sedimentes ermittelt. Dabei konnten keine ty­pischen Veränderungen entlang des Sees festgestellt werden. Die Verteilung des Gesamtphosphor­gehaltes über die Tiefe der Sedimentschicht erwies sich ebenfalls als relativ gleichmässig. Demgegen­über konnte im Interstitialwasser gelöstes, verfügbares Phosphat in hohen Konzentrationen nach­gewiesen, und somit die wichtige Rolle der „internen Belastung" angedeutet werden. 2.2. Die externe Belastung des Balaton Sees 2.21. Die durch Abwassereinleitung verursachte Nährstoffbelastung von Dr. E. DOBOLYI In den Untersuchungen über die pflanzliche Nährstoffbelastung vom Balaton See richtete sich eine der wichtigsten Fragen auf die pflanzlichen Nährstoffe die von den Kläranlagen am Seeufer unmittelbar, oder über die Röhrichtbestände, bzw. Fischteiche am Südufer in den See gelangen, fer­ner auf die Massnahmen die geeignet sind die Zufuhr zu verringern. Die Leistung und Belastung der Kläranlagen in der Umgebung des Balaton Sees sind in Tabel-

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