Vízügyi Közlemények, 1980 (62. évfolyam)
1. füzet - Dóka Klára: A magyarországi vízmesterképzés múltjából
108 Dóka Klára Aus der Geschichte der Flussmeisterausbildung in Ungarn von Dr. Klára Dóka Die Studie befasst sich mit der Geschichte der auf eine Vergangenheit von 100 Jahren zurückblickenden Ausbildung von wasserwirtschaftlichen Fachleuten mittleren Grades. Die erste solche Schule, die gleichaltrig mit der Institution des ungarischen Kulturbauingenieurwesens ist, begann ihre Tätigkeit am 1. Dezember 1879. Während der ersten 11 Jahre wurden lediglich Kulturingenieur-Gehilfen (sog. Wiesenmeister) ausgebildet, doch wurde 1890 die Schule umorganisiert und wurde zu einer Flussmeisterschule. Der Unterricht erfolgte während der Wintermonate, während des Sommers arbeiteten die Hörer in der Praxis. Bis 1914 hatte die Schule ihren Sitz in Kaschau (das bis Ende des ersten Weltkrieges zu Ungarn gehörte) und wurde nach dem I. Weltkrieg in 1921 in Budapest und Miskolc neu organisiert. Die Sektion zu Miskolc funktionierte nur in 1921 — 1922, doch gelang es, die Budapester Schule den Ansprüchen entsprechend zu entwickeln. Ab 1940 hatte die Schule ihren Sitz wieder in Kaschau, wo der Unterricht bis Ende des zweiten Weltkriegs fortgesetzt wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Ausbildung der Fachleute mittleren Grades in der in 1949 zu Budapest neu organisierten Flussmeisterschule fortgesetzt. In der Schule erteilte man bis 1954 Tagesunterricht, bis 1956 Fernstudium. Den neuen Anforderungen gemäss benötigte damals die Praxis schon immer mehr über allgemeine Bildung verfügende Fachleute mittleren Grades. Zu diesem Zweck wurden ab 1962 wasserwirtschaftliche Fachmittelschulen ins Leben gerufen.