Vízügyi Közlemények, 1979 (61. évfolyam)
4. füzet - Sass Jenő: A Balaton vízrajzi felmérése
A Balaton vízrajzi felmérése 581 dung der in das Forschungsschiff „Balaton" von VITUKI eingebauten Ultraschall— — Messeinrichtung Atlas-Echolog erfolgte (Bilder 2. und 5.). Die Profilrichtungen wurden mit einem Girotheodolit Typ MOM Gi-Cll abgesteckt (Bild. 3.). An den verschliften Uferstrecken wurde die Säuberung der Profillinien mit Hilfe eines durch Funktelephonen gesteuerten sumpfgängigen Fahrzeuges durchgeführt. Zwischen den Profilen der Evidenzhaltung wurden alle ungefähr 350 m auch dazwischenliegende Profile bis zur Erreichung einer Tiefe von 2,2 m unter mittlerem Balaton-Wasserstand vermessen (Bild. 8.). Mittels Nivellierung wurde auch die Höhe der durch Regulierungs bauwerke geschützten Uferstrecken ermittelt; auch die Häfen des Sees wurden detailliert vermessen. Nach Beendigung der Arbeiten auf dem Gelände wurde das Material des Hydrographischen Atlasses des Balaton-Sees zusammengestellt. Teil 4. beschreibt ausführlich die Verarbeitung der hydrographischen Vermessung. Das Kapitel „Hydrographie und Geomorphologie" stellt eine mit den neuesten Forschungsergebnissen ergänzte Synthese der über den Balaton-See während der letzten Jahrzente gesammelten wissenschaftlichen Kenntnisse dar. Es befasst sich mit der physikalischen Geographie und der hydrologischen Gegebenheiten des Sees und seines Einzugsgebietes, beschreibt die Entstehung und Entwicklung des BalatonSees, sowie die Geschichte seiner Regulierung. Die hydrographischen Karten im Riasstab 1: 1.0000 wurden mit einer betonter Darstellung der wasserwirtschaftlichen Anlagen verfertigt, wobei unter Stein- (oder Beton-) Verkleidung, Steinschüttung und in natürlichen Zustand befindlichen Uferstrecken unterschieden wurde. Die Karte im Masstab 1: 25000 gibt vor allem die Tiefenverhältnisse des Balaton-Sees wieder (Bild. 9.). Auch Karten in den Masstäben 1: 50.000 und 1: 100.000 wurden verfertigt. Die letztere enthält auch die 1 Lm-Tiefenlinien. Aufgrund der durchgeführten Stationierung der Uferlinie wurden auch Längsschnitte des nördlichen und des südlichen Ufers konstruiert. (Bild 10.) Die Evidenzprofile mussten, wegen ihrer erheblichen Länge, stark verzerrt dargestellt werden. Als Beilage des Atlasses wurden in einem Sonderheft die duch Tiefenlinien enthaltenden Karten der Seehäfen im Masstab 1: 2.5000, sowie die geschriebenen (tabellarischen) Varianten der Evidenz- und dazwischenliegender Profile veröffentlicht. Teil 5. macht die Ergebnisse und die Nutzungsmöglichkeiten bekannt. Das neue Netz der Fixpunkte ermöglicht eine genauere Bestimmung der absoluten Höhe der Wasserstände. Die auf den Karten im Masstab 1: 10.000 verzeichnete Stationerung der Uferlinie ermöglicht eine eindeutige Identifizierung eines beliebigen Punktes der Uferlinie. Die Karte im Masstab 1: 25.000 bildet die Grundlage zur Verfolgung der Seebettänderungen. Das Kapitel „Hydrographie und Geomorphologie" enthält auch die wichtigsten geometrischen Charakteristiken des Balaton-Sees (Bild. 13.). Auch die Ufererosion wurde untersucht (Bild; 12.); Länge, Fläche und durchschnittliche Breite der Röhrichte werden tabellarisch angegeben. Im Laufe der Verarbeitung wurden die neuen Daten auch mit denjenigen der in Jahren 1955 — 56. durchgeführten Vermessung verglichen.