Vízügyi Közlemények, 1979 (61. évfolyam)

4. füzet - Kovács György: A korszerű vízrajzi munka alapelvei. II. rész: A vízfolyások észlelésével kapcsolatos adatképzés, valamint az adatfeldolgozás és tárolás

558 Kovács György Grundprinzipien der modernen hydrographischen Tätigkeit von Dr.-Ing. György Kovács Korrespondierendes Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (Fortsetzung) Der im vorigen Heft unsrere Zeitschrift veröffentliche I. Teil der Studie fasste die Ziele und die Aufgaben der hydrographischen Tätigkeit , sowie die mit der Gestaltung des Beobachtungsnetzes zusammenhängenden Grundprinzipien zusammen. Die Stand­orte der das Äbflussregime der Wasserläufe charakterisierenden Stationen werden jedoch vor allem durch das Gewässernetz bestimmt, so dass man gesondert analy­sieren muss, was für Daten und in welcher Weise beobachtet werden sollen, damit die Transportprozesse mit einer genügenden Genauigkeit beschrieben werden können. Mit den damit zusammenhängenden wichtigeren Feststellungen befasst sich der vorliegende II. Teil: die Feststellungen sind die folgenden: — Viele verschiedene Methoden der Wasserstandsbeobachtung sind gebräulich (einfache, traditionelle Pegelablesung, mechanische Transmissionen betätigende Schreibpegel, elektrische Zeichen liefernde Fernpegel, usw.). Der zunehmende Man­gel an Beobachtungspersonal zwingt zur Anwendung der Automatisierung in wei­tem Kreise. Die maschinelle Datenverarbeitung stellt zweierlei Ansprüche : die Messein­richtung soll die Beobachtungsdaten in digitalisierter Form festhalten und im Beo­bachtungsnetz sollen Instrumente desselben Typs verwendt werden. Es ist also drin­gend notwendig, die von jedem Gesichtspunkt geeignete Einrichtung auszuwählen und die Hauptstationen des Beobachtungsnetzes damit zu versehen. — Im Zusammenhang mit der Ermittlung des Abflusses können zwei grundle­gende Probleme erwähnt werden: (a) an unseren Wasserläufen geringen Gefälles reicht die Genauigkeit der auf­grund zweivariabler Beziehungen ermittelten Abflussstatistik nicht aus; (b) an unseren Kleinwasserläufen ist die Ermittlung der Kleinabflüsse unsicher, weil infolge der geringen Empfindlichkeit die dem Fehler der Wasserstandsablesung zuzuschreibende Abweichung fast den Wert des erreichneten Parameters erreichen kann. Demzufolge ist es zweckmässig, für die Flüsse der Tiefebene — besonders an deren gestauten Strecken — dreivariable Schlüsselfunktionen einzuführen, an den Kleinwasserläufen aber solche Abflussmessbauwerke zu errichten, die im Bereich der Kleinabflüsse eine Ausdehnung der Wasserstandsänderungen bewirken. Es ist zweck­mässig, auch danach zu trachten, dass die an Wasserläufen erbauten Messbauwerke sich — natürlich nach entsprechender Eichung — auch für eine kontinuirliche Ermittlung der Abflüsse eignen. — In Zusammenhang mit den die Wassergüte kennzeichnenden Daten über Schwebstoff und chemische Zusammensetzung muss man bestrebt sein, anstatt der bisherigen zufallsartigen Probenahmen auch den Transportprozess der festen Stoffe — genauso, wie es bei den Abflüssen geschieht — zumindest durch Reihen der Ta­geswerte charakterisieren zu können. Ausführliche Untersuchungen sind nötig, um (a) für einen gegebenen Querschnitt die minimale Anzahl von Probenahmen zu bestimmen, woraus die durchschnittliche Konzentration mit einer annehmbaren Genauigkeit ermittelt werden kann, (b) unter Verwendung einer grossen Anzahl von Messungen solche Modelle zu bilden, mit deren Hilfe, aufgrund anderer, kontinuierlich beobachtbarer Parameter, der Transport des in schwebender oder gelöster Form geförderten Feststoffes ermit­telt werden kann. Eine besondere Sorge verursacht noch immer die Bestimmung der Geschiebefracht. — Die Charakterisierung der Wassergüte ist in erster Linie eine Aufgabe der Biolo­gie, doch ist die regelmässige Beobachtung solcher Parameter im hydrographischen Beobachtungsnetz noch nicht gesichert. Vor allem muss die Frage entschieden wer­den, durch welche Charakteristiken (geringer Anzahl, aber grossen Informationsge­haltes) die Ergebnisse der biologischen Untersuchungen der im Entstehen be­griffenen Datenbank zugeleitet werden sollen.

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