Vízügyi Közlemények, 1978 (60. évfolyam)
2. füzet - Kovács György: A síkvidéki vízrendezés és tározás alapelveinek korszerűsítése
226 Kovács György Die wesentliche Feststellungen der mittels eingehender Analyse ausgearbeiteten Konzeption sind die folgenden: — Auf einem semiariden Flachland, wie u. a. auch die Ungarische Tiefebene eins ist, bilden die Flachlandgewässerregulierung und die Bewässerung ein nur gleichzeitig lösbares wasserwirtschaftliches Tätigkeitssgstem. Zwecks Schutz der fruchtbaren Felder vor schädlichem Einfluss der Salzanhäufung muss ein wirksames Entwässerrungssystem errichtet werden. Dieses vermindert aber die natürliche Wasserversolgung der Pflanzen und bewirkt somit, dass auf einer grösseren Fläche die Bewässerungswirtschaft eingeführt wird. Letztere jedoch erhöht die Geschwindigkeit des sekundären Bodenverfalls, kann also ohne eine wirksame Entwässerung nicht entwickelt werden. — Die wirksamste Methode der Gewässerregulierung innerhalb des landwirtschaftlichen Betriebs und der Ackerfläche kann abhängig von den Bodengegebenheiten gewählt werden. Welches Verfahren auch immer gewählt wird, muss der Betriebswasserstand der Sammelkanäle zumindest 2,5 m tief unter dem durchschnittlichen Bodenniveau festgesetzt werden. Da die Senkung des Wasserniveaus eines ganzen Entwässerungssystems nicht wirtschaftlich ist, muss das abgesenkte Sammelsystem jedes einzelnen Teileinzugsgebietes mittels Zwischenpumpwerk dem Hauptkanal angeschlossen werden. Das Maximum des Flächeninhalts solcher Teileinzugsgebiete liegt bei 20 — 25 Tausend ha, das Optimum aber bei 10 — 15 Tausend ha. — Die bestehenden seichten Speicher des Entwässerungwassers sind unwirtschaftlich, ihre Wirksamkeit ist gering, ihre Wasserqualität schlecht. Sie müssen in Speicher mit grosser Wassertiefe, und hoch über das Geländeniveau erhöhtem Wasserspiegel umsgestaltet werden , bzw. man muss solche Speicher in den landwirtschaftlich wertlosen Mulden erbauen, so dass dem Pumpwerk eines jeden Teileinzugsgebiets ein Speicher angeschlossen sei. Die Speicher sollen auch aus den Flüssen angefüllt werden können, wodurch auch ihre Wassergüte geregelt werden kann. Die Pumpwerke würden ausser dem Absaugen des überflüssigen Wassers und der Füllung der Speicher auch der Verteilung des Bewässerungswassers dienen. — Um die gegenwärtigen Entwicklungsprogramme der Bewässerung verwirklichen zu können muss in Ungarn für die mit Speicherung verbundene Modernisierung der Gewässerregulierung in jeder Fünfjahrplanperiode (mit dem 6. Fünfjahrplan beginnend) ein Investitionsaufwand von rd. 17 Mrd Forint (Preisniveau 1977) vorgesehen werden. Dadurch können die bewässerten Gabiete vor dem sekundären Bodenverfall geschützt werden. Übrigens kann auch das geplante System der Speicher und Überleitungen dermassen ergänzt werden, dass die für die Bewässerung benötigte Wassermenge mit entsprechender Sicherheit geliefert werden kann. Übertrifft diese Summe die zur Verfügung stehenden Mittel, so müssen die für die Hauptanlagen der Überleitung und der Speicherung, die Bewässerung sowie die Flachlandgewässerregulierung vorgesehenen Mittel, als Ganzes, von neuem verteilt werden, so dass die drei miteinander verbundenen Tätigkeiten ( Bewässerung, Gewässerregulierung und Flachlandspeicherung ) proportioniert entwickelt werden können. Es wäre unbedingt zweckmässig, die Neubildung der Gewässerregulierung nach der skizzierten Konzeption in einem oder zwei Musterteileinzugsgebieten so bald wie möglich durchzuführen, um dadurch die ähnlichen Arbeiten der Zukunft auch praktisch vorzubereiten.