Vízügyi Közlemények, 1974 (56. évfolyam)
3. füzet - Ligeti László: Keszthely és a Balaton
426 Ligeti László courants et les déplacements puissent accélérer l'affluence et l'écoulement de l'eau (Fig. 7, 8, 9). — les berges de la baie doivent être aménagées, l'avant-terre doit être purgée des roseaux, afin que l'eau y pénétrant puisse laver tout le long des berges, et en refluant puisse vider le débit solide en suspension; — en aval de la ville de Keszthely, face au rétrécissement, une chicane doit être aménagée, pouvant guider l'eau pénétrant en deux directions dans certains cas. * * * Keszthely und der See lialaton Dipl. Ing. László Ligeti Die Stadt Keszthely und die Bucht von Keszthely befinden sich in der südwestlichen Ecke des grössten Sees des Landes — des Balaton-Sees — von 600 km 2 Fläche und 70 km Länge ( Abb. 1 ). Die Beiden spielten eine wichtige geschichtliche Rolle, Keszthely war bis zu dem XIX. Jahrhundert — der Regelung des westlich fliessenden Flusses Zala und der Entwässerung des Moors Kisbalaton — ein wichtiger Knotenpunkt des Verkehrs. Diese beiden Regulierungsarbeiten schufen aber der Stadt eine neue Situation, weil der Fluss Zala nun in die sich vor Keszthely gestaltete, geschlossene Bucht floss. Die Lage der Bucht wurde seitdem stetig schlechter und ihre Sohlenaufladung gesteigert. Der natürliche, durch die jeweiligen Umgebungsfaktoren geregelte Aufladungsprozess des Balatonsees ist nähmlich in der Bucht von Keszthely der stärkste, wo das Mass der Sohlenaufladung statt des heutigen mittleren Wertes 0,8 mm/Jahr für 1,3 — 1,7 mm/Jahr geschätzt werden kann. Das Studium beschäftigt sich mit den Ursachen der die Sohlenaufladung bedingenden Strömungen, der verbundenen Forschungs- und bautechnischen Erfahrungen, sowie den Schutzarbeiten gegen die Aufladung. Kapitel 2 will bei der Untersuchung der sich gestaltenden Strömungen erstens die Windverhältnisse erklären (Abb. 2). Die häufigsten Windrichtungen der Winde stärker als 3 B° erreichen das Südufer des Sees unter einem Winkel von ungefähr 70°; die waagerechte Komponente des Windes schiebt das ausgeschwenkte Wasserspiegel parallel mit dem Südufer nach Osten, wozu auch die Depression am Nordufer beihilflich ist. So verursacht der Wind entsprechend der grösseren Windhäufigkeit des Nordufers entlang eine starke Uferströmung, welche auch den aus den Querströmungen stammenden Schwebstoff aufnimmt und in die Bucht von Keszthely liefert. Kapitel 3 gibt die durch die Forschungsorgane durchgeführten bzw. gewonnenen Untersuchungen und Erfahrungen bekannt, welche die Feststellungen des Kapitels 2 verstärken (Abb. 4). Damit darf die starke Strömung entlang des Nordufers als bewiesen angesehen werden (Einstreuen von lumineszierenden Glasmahlprodukten, Untersuchung der qualitativen Lagerung von organischen Stoffen, Wandern des Kieses von 2 — 20 nun Korngrösse der Kampinge Badacsony—Szigliget — Győrök nach Keszthely). Endfolgerung des Verfassers ist, dass die Sohlenaufladung der Bucht von Keszthely nicht ausschliesslich den Sedimenten des Flusses Zala zuzuschreiben ist, obwohl ein wesentlicher Teil dieser Sedimente in der Bucht bleibt. Die feinste Sedimentfraktion des ganzen Sees landet in der bucht von Keszthely. Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Gestaltung der die Sohlenaufladung des Sees verursachenden und die Sedimentation beeinflussenden Faktoren, sowie mit den Möglichkeiten einer Bekämpfung. Die Zusammensetzung der im See bewegten Sedimente verschiedener Stammorte veränderte sich in den letzten 10 Jahren in Grössenordnung. Das Sediment biologischer Herkunft und das Sediment aus Ufererosion wurden in Grössenordnung ausgetauscht. Dies kann durch das Verschilfen des südlichen Erosionsufers erklärt werden. Im Jahre 1900 war nähmlich noch kein Rohr am Siidufer gefunden (Abb. 5), die Kartenaufnahmen jedoch aus 1958 und 1968 fast 100% Schilf angeben. Das ist die Wirkung des Einwaschens von Düngemitteln von den landwirtschaftlichen Flächen, sowie die Phosphat-Nitrat-Wirkung der kommunalen Abwasser, welche zusammen mit dem geringen Wasserspielraum des geregelten Wasser-