Vízügyi Közlemények, 1974 (56. évfolyam)
2. füzet - Kovács György: A felszíni lefolyás általános vizsgálata és az árvizek előrejelzése. II. rész
250 Kovács György komplizierten und verwickelten Charakter der Wassersysteme — das heisst also aus den natürlichen Gegebenheiten — kommen, andererseits aber daraus erfolgen, dass der hydrodinamische Prozess von vielen Veränderlichen theoretisch noch nicht ganz gelöst ist. Unter den Untersuchungen, welche um die Theorie des im Flussbett zustande kommenden Wellenabganges zu klären durchgeführt werden sollen, können die Folgenden — als in der nahen Zukunft zu lösende Probleme — herausgehoben werden: Interpretierung und Berechnung der Abzugszeit, Klärung der Physik der Hochwasser- und Stosswelle und damit in Zusammenhang die Frage der Anwendbarkeit der Wellengeschwindigkeit als Grenzbedingung, sowie die aus dem steigenden und fallenden Zweig durchgeführte Superposition des Hochwassers. 7. Bestimmung des massgebenden Hochwasserspiegels In den Querschnitten, wo uns zuverlässliche und genügend lange Datenreihe • zur Verfügung steht, bestimmen wir im Allgemeinen durch statistische Analyse der Datenmenge die mit verschiedener Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Werte des Hochwasserspiegels oder des Durchflusses und entscheiden durch wirtschaftliche Analyse wie oft wiederkehrende Parameter wir als massgebend betrachten sollen. Die Forschung der Frage darf noch nicht als abgeschlossen betrachtet werden, trotzdem, dass der hydrologische Teil der Frage — die Bestimmung der mit verschiedenen Wahrscheinlichkeiten zu erwartenden Hochwasserparameter — in zahlreichen Studien der Literatur behandelt wurde, und sogar die zu verwendenden Methoden in vielen Ländern schon normiert sind. Offene Probleme sind erstens die Sicherung der Homogenität der Datenreihe, weiter die Wahl von unabhängigen, jedoch möglich vielen Mustern aus der die täglichen Angaben enthaltenden Reihe für die statistisch zu untersuchende Menge, endlich die Auswahl der am besten ensprechenden Verteilungsfunktion. Es wurden in allen drei Themenkreisen Forschungen durchgeführt und auch die erreichten Ergebnisse sind beachtenswert. Die Tatsache jedoch, dass die erwähnten Themenkreise unverändert auch disputiert werden, zeigt, dass keine vollkommen beruhigende Lösung bisher gefunden werden konnte. Zur Weiterführung der Forschung können die Folgenden als Zielsetzung vorgeschlagen werden: Zerlegung der Datenreihen nach den Typen der verursachenden Niederschläge (das heisst, die Sicherung von auch gemäss der Ursachen homogenen Mengen), zur Ausgleichung der dadurch eintretenden Verminderung der Anzahl der Muster die Berücksichtigung der Höchststände von jeden das gegebene Niveau überschreitenden Hochwasserwellen, endlich die physikalisch möglichst begründete Annahme des Types der Verteilungsfunktion. Neben den mit bestimmter Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Hochwasserständen oder Hochwasserdurchflüssen wäre auch die Bestimmung von weiteren statistischen Parametern (z.B. die Wahrscheinlichkeit der Zeitdauer zwischen zwei aufeinander folgenden Wellen) günstig. Es begannen schon auch derartige Forschungen, derer Fortsetzung vorgeschlagen werden kann. Die Berechnung der massgebenden Hochwasserparameter ist ein abgesondertes Problem in jenen Einzugsgebieten, wo keine zuverlässliche, lange Beobachtungsreihen zu Verfügung stehen. Zur bestimmung der Kennzeichen solcher Querschnitte bestrebten die ungarischen Forschungen die Aufschliessung einer Verbindung zwischen den Parametern und der Ausbreitung des Einzugsgebietes. Zum Abschluss der Untersuchungen ist die Kontrolle der vorgeschlagenen Zusammenhänge mittels vieler Datenreihen notwendig und demnach können die sich auf die ganze Fläche des Landes ausbreitenden und die Flächenverteilung der verschiedenen Parameter ergebenden Karten verfertigt werden. 8. Forschungen zur Modernisierung der IIochwasser-Datensammlung Die Hochwasser-Datensammlung erfordert neben vielen messtechnischen und Automatisierungs-Problemen auch die Lösung von hydrologischen Problemen. Bei den ungarischen Wasserläufen geringer Gefälle wo die Schwankung der extremen — zum steigenden oder fallenden Zustand gehörenden — Werte der Gefälle in Verhältnis zu dem Mittelwert auch ±80% erreichen kann, ist unter diesen die Be-