Vízügyi Közlemények, 1969 (51. évfolyam)

4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók

(82) ÖLVERUNREINIGUNGEN AN DER OBERFLÄCHE UND IN TIEFEREN SCHICHTEN VON GEWÄSSERN von Frau Dr. L. Szebellédy und P. Literáthíj (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 363) Im Schwerpunkt der Behandlung stehen zwei Problemenkreise, nämlich die Methoden der Probeentnahme und Wasseranalyse bei der Bestimmung des Ölgehal­tes in den Oberflächen- und tieferen Schichten der Wasserläufe und die Ölverunrei­nigung an der ungarischen Donaustrecke. Die Schwierigkeiten bei der Entnahme von Wasserproben sind in erster Linie auf den Umstand zurückzuführen, dass das Öl im Wasser verschiedene Erscheinungs­formen annehmen kann, was durch den Ursprung der Ölverunreinigung bestimmt wird. In dieser Hinsicht können im Wasser emulgierte Öle, an Schwebstoff gebundene Öle und an der Oberfläche schwimmende Ölschichten unterschieden werden. In Anbetracht der Tatsache, dass weder die ungarischen, noch die ausländischen Normvorschriften Einzelheiten über die Entnahme von Wasserproben enthalten, sahen sich die Verfasser genötigt, ein Entnahmegerät zu entwickeln, das zur Ent­nahme von Wasserproben aus der Oberflächenschicht und auch aus tieferen Wasser­schichten geeignet ist. Im Laufe der Forschungsarbeit wurden mehrere allgemein anerkannte Verfah­ren zur Bestimmung des Ölgehaltes erprobt, wobei festgestellt werden konnte, dass diese bei geringen Ölgehalten — von wenigen Ausnahmen abgesehen — keine zuver­lässige Werte liefern. Folglich musste ein neues Verfahren entwickelt werden, wobei für die Absonderung des Öles aus dem Wasser der Öladsorbent EKOPERL 33 heran­gezogen wurde. Die Bestimmung erfolgte hiernach auf zwei Arten: nach dem De­sorptions- bzw. Wärmebehandlungsverfahren. Ersteres wird im Fall geringer Öl­konzentrationen, letzteres im Fall grösserer Ölkonzentration und kleiner Schweb­stoffgehalten empfohlen. Ausser der mengenmässigen Bestimmung wurde auch ein Verfahren für die qualitative Unterscheidung der Ölsorten entwickelt. Für diese Zwecke wurde die thermische Analyse mit dem Derivatograf-Instrument ungarischer Erzeugung her­angezogen. Die entwickelten Verfahren zur Probeentnahme und Ölanalyse wurden bei der Ermittlung der gegenwärtigen Ölverunreinigung der Donau angewendet. Die Ölver­unreinigungen der Oberfiächenwässer, und so auch jener der Donau sind mannig­faltiger Art, indem sie aus den Abwässern der Ölindustrie, ferner aus den verschiede­nen Phasen des Transportes, der Lagerung und der Nutzung des Öles stammen kön­nen. Es konnte festgestellt werden, .dass die Donau bereits bei ihrem Eintritt auf ungarisches Gebiet eine bedeutende Ölverunreinigung mit sich führt, deren Wert mit täglich 190 Tonnen Öl angesetzt werden kann. Entlang der ungarischen Donau lie­fern verschiedene Betriebe der Ölindustrie — Szőny, Almásfüzitő, Százhalombatta, Csepel — sowie andere Industriebetriebe, darunter das Stahlwerk Dunaújváros eine zusätzliche Ölbelastung von rund 2.2 Tonnen/Tag. Mit dem Abwasser von Budapest gelangen täglich ca 27 Tonnen verschiedener Ölprodukte in die Donau, was den vor­erwähnten Wert mehr als zehnfach übertrifft. Die Donau führt täglich rund 180 Tonnen Öl über die Landesgrenze, was mit der ölzufuhr übereinstimmt. Untersuchungen über die Verteilung des Ölgehaltes nach der Tiefe haben in den Oberflächenschichten einen hohen Ölgehalt erwiesen. Bis zu einer Tiefe von 1 m nahm dieser allmählich ab und blieb nachher praktisch konstant. Für emulgierte Öle trifft diese Feststellung in jedem P'all zu, während der gesamte Ölgehalt von den Schwankungen der Schwebstofffracht abhängig ist. Stark veränderliche Ölgehalte in Wasserproben, die am selben Ort aufeinander folgend entnommen worden sind, führten zur Folgerung, dass der Donau das Öl stossweise zugeführt wird. Dieses öl stammt hauptsächlich aus der Entleerung und Spülung von Öltankern und aus anderen Qellen, die mit den städtischen Abwässern in den Fluss gelangen. In einem Querschnitt unterhalb von Budapest wurden in 1967 insgesamt 60 Proben entnommen, die einen mittleren Ölgehalt von 3.4 mg/Liter zeigten. Auf Grund von wöchentlich entnommenen Proben in 1968, wurde eine Ganglinie der

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