Vízügyi Közlemények, 1969 (51. évfolyam)

4. füzet - Rövidebb közlemények és beszámolók

(31) DIE REGULIERUNG DER OBEREN DONAU Von Zorkóczy, Zoltán, Dipl.-Ing. (Der ungarische Text befindet sich auf Seite 54) Der obere Teil des Laufes der Donau durch das von den Karpathen umschlossene Becken, zwischen der Einmündung des Morva Flusses und der Ortschaft Gönyü — von Stromkilometer 1880 bis Stromkilonieter 1790 — wird als die ungarische obere Donau bezeichnet. Die Mittelwasserregulierung dieses Stromabschnittes wurde zur Schaffung eines verbesserten Schiffahrtweges zwischen den Stromkilometern 1886 und 1896 durchgeführt. Im Laufe dieser Arbeiten wurde zwischen beidseitigen Leit­werken praktisch ein neues Bett geschaffen. In dem somit entstandenes Hauptbett konnte zwar eine bedeutende Verbesserung der Abfluss- und Schifffahrtsverhältnisse gezeitigt werden, ohne hedocli einen Beharrungszustand zu erreichen. Um einer weiteren Entartung des Strombettes und zur weiteren Verbesserung der Schiffahrtsrinne wurden zwischen 1900 und 1940 grosszügige Arbeiten zwecks Niedrigwasserregulierung des Bettes vorgenommen. Das Hauptziel dieser Massnah­men war die Gestaltung eines richtigen und beständigen Stromstriches bei Niedrig­wasser, die Verringerung der Wasserverluste aus dem Hauptbett, um dadurch auch bei niedrigen Wasserständen die erforderliche Wassertiefe der Schiffahrt zur Verfü­gungs zu stellen. Zur Führung der Strömung wurden Querbauten (Buhnen ) vorgese­hen, während die Verringerung der Wasserverluste durch Absperren der Stromspal­tungen und Nebenarme erzielt worden ist. Nach dem I. Weltkrieg wurde die Donau ein Grenzfluss zwichen Ungarn und der Tschechoslowakei. Zur Leitung der Regulierungsarbeiten an der oberen Donau wurde ein Gemeinsamer Technischer Ausschuss (GTÀ) gebildet der — abgesehen von den Jahren des II. Weltkrieges — seine Tätigkeit erfolgreich ausübte. Zwischen 1945 und 1948 wurden die während des IL Weltkrieges beschädigten Bauwerke der Mittelwasserregulierung hergestellt und von 1949 bis 1963 wurden die bis 1940 erbauten Werke der Niedrigwasserregulierung erneuert. Zur Sicherung der Fahrwasserrinne wurden die Baggerungsarbeiten nach 1951 im verstärkten Mass fortgesetzt. Doch auch diese Massnahmen erwiesen sich als ungenügend um den Auf­landungsvorgang des Hauptbettes zu verhindern und einen endgültigen Beharrungs­zustand zu gewährleisten. Die laufende Hebung der Sohle konnte durch diese Regulie­rungsmassnahmen nicht beseitigt werden. Als Folge der durch die Sohlenhebung bedingte Hebung der Wasserstände wur­den die Bauwerke der Mittelwasserregulierung verhältnissmässig zu niedrig und wur­den daher bedeutend grösseren Beanspruchungen ausgesetzt. Gleichzeitig wurden die Bauwerke der Niedrigwasserregulierung aufgelandet und konnten ihren Zweck nicht mehr erfüllen. Um die Mitte der 1950-er Jahre waren infolgedessen Brüche der Leit­werke und Beschädigungen der Uferbefestigungen an der Tagesordnung (Bilder 1 bis 4). Zwischen 1946 und 1963 — bis zum Beginn der Regulierungsarbeiten nach neuen Grundsätzen — wurden von Ungarn und der Tschechoslowakei rund 850 000 m s an Steinmaterial eingebaut und von 1949 bis 1963 wurden Baggerungen im Umfang von rund 6,4 Millionen m 3 durchgeführt. Ausführliche Angaben sind aus Tafel I und den Bildern S bis 7 ersichtlich. Trotz dieser Anstrengung muss festgestellt werden, dass die Lösungen nur eine vorübergehende Abhilfe bedeuteten und ein endgültiger Be­harrungszustand an der oberen Donau nicht erzielt werden konnte. Die früheren Grundsätze der Regulierung mussten daher überprüft und neue Regulierungs­methoden entwickelt werden. Die Beweggründe dafür waren : a) Die üblichen Methoden der Mittel- und Niedrigwasserregulierung waren ungeeignet einen Beharrungszustand des Hauptbettes zu gewährleisten; b) Auch konnten die Baggerungen trotz gesteigertem Umfang und erhöhten Kostenaufwand keine endgültige Lösung herbeiführen. Auf Grund der an der oberen Donau durchgeführten Forschungen wurden für die weiteren Regulierungsarbeiten neue Richtlinien aufgestellt die sich wie folgt zu­sammenfassen lassen:

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