Vízügyi Közlemények, 1956 (38. évfolyam)

2. füzet - VII. Kisebb közlemények

(46) IV. Die hydrographischen Fragen der passiven Wasserwirtschaft Von den vier Vorträgen der Session wurde der erste von Universitätsdozent P. Salamin, Kandidat der technischen Wissenschaften, gehalten, unter dem Titel Die aus der Schneeschmelze stammenden Binnenwassermengen (Der Text des Vortrages, sowie deren deutscher und französischer Auszug wird an anderer Stelle dieses Heftes mitgeteilt.) Danach folgte der Vortrag B. Weimann's (Forschungsanstalt für Wasser­wirtschaft) über Die besonderen Fragen der Hydrographie kleinerer Wasserläufen dessen Text und deutsche, sowie französischen Auszug ebenfalls dieses Heft enthält. Der dritte Vortrag wurde von B. Csermák (Forschungsanstalt für Wasser­wirtschaft) unter dem Titel Berechnung der Hochwassermenge kleiner Wasserläufe gehalten. Es handelte sich um die Näherungsformel, die die Hochwassermenge für Wasserläufe mit Einzugsgebieten F a 1500 km 2 in der Form von Q = B]f F angibt. Der Berichterstatter hat seine zur Aufnahme des Faktors В gezeichnete Karte vorgeführt. Zur Bestimmung der Hochwässer verschiedener Wahrscheinlichkeit, sowie zur Berücksichtigung der vom durchschnittlichen Maße abweichenden natür­lichen Speicherung bzw. Gefälle entwickelte er besondere Formeln. (Die Studie, sowie deren französischer und russischer Auszug, ist im Tätigkeitsbericht der For­schungsanstalt für Wasserwirtschaft vom Jahre 1954 erschienen.) Schließlich erstattete Prof. Dr. Ing. С. Mateescu, Akademiker (Rumänien) einen kurzen Bericht über Den hydrographischen Dienst der Rumänischen Volksrepublik. Im Laufe der den Vorträgen folgenden Diskussion deutete M. Kéri (Meteorologisches Institut) darauf hin, daß die die Mächtigkeit der Schneedecke betreffenden bereits bekannten Häufigkeits- und Dauerzahlen in den Untersuchungen P. Salamin' s eine wertvolle Ergänzung erhielten, da sie über die Gebietsverteilung und die zeitliche Änderungen der Schneedichte Auskunft geben. Die vorgeführte Untersuchungsmethode des Wärmehaushalts scheint auch für die Wettervorhersagen des Winterhalbjahres vorteilhaft zu sein. Er denkt, daß der im Verhältnis zur Nieder­schlagsmenge bedeutende Mehrbetrag der aus den im Garten der T. H. Budapest angestellten Schnee­dichtemessungen abgeleiteten Wassermenge — ausser der Ungenauigkeit der Niederschlagsmessung — auch der in der Nähe von Hauwerken of tbeobachteten, windverursachten Schneeanhäufung zugeschrieben werden kann. Ing. J. Mantuano (Tiefbau-Projektbüro) : Die für die Berechnung der Hochwassermenge kleiner Wasserläufe ausgearbeitete Annäherungsmethode leistet bei der Entwurfsarbeit des Ingenieurs große Hilfe, denn einerseits fehlt ihm die Zeil und Gelegenheit zu langen und mühsamen Forschungen, bzw. zur Sammlung ausführlicher lokalen Erfahrungen, anderseits beträgt die gesamte Länge der kleinen Wasserläufe Ungarns, von denen keine langjährigen, ausführlichen Beobachtungen vorliegen, rd 8000 km. Für die Nachprüfung der Karte des Beiwertes Ii könnten die Angaben der durch die Projektbüros ver­richteten hydrologischen Studien von Nutzen sein. Ing. L. Mayer (Generaldirektion für Wasserwirtschaft) : Bei der Lösung der an den kleineren Wasser­läufen zu verrichtenden hydrometrischen Aufgaben könnte die von der Wasserbauverwaltung geplante Einstellung von Wasserwärtern eine Hilfe bedeuten. Die stetige Überwachung der kleinen Wasserläufe könnte mit einer häufigeren Beobachtung der Pegel, Markierung der Hochwasserstände, Unterhaltung der Meßprofile, usw. zweckdienlich verbunden werden. Vom Standpunkte der Regelung der Gewässer wäre es erwünscht, d iß der hydrographische Dienst auch an den kleineren Wasserläufen — besonders zur Hochwasserzeit — Geschiebemessunrjen anstelle. Die Ergebnisse könnten auch für die Planung und das Lenken der Bodenschutzmaßnahmen von Nutzen sein. In der für die Berechnung (1er Hochwassermenge empfohlenen Formel wird die Bettrauhigkeit und das Gefälle durch einen einzigen Beiwert berücksichtigt. Es wäre vielleicht vorteilhaft, die zwei Faktoren gesondert in Betracht zu ziehen, da das Gefälle im allgemeinen bekannt ist, die Bettrauhigkeit betreffend ist man aber auf grobe Schätzungen angewiesen. Ing. J. I'ichler (Generaldirektion für Wasserwirtschaft) : Der Vortrag P. Salamin's hat wichtige Stützpunkte zur Verfertigung der Entwässerungsprojekte, d. h. zur Wahl der massgebenden Abfluss­mengen gegeben, da die Kanalnetze der Tiefebene die größte Belastung bei der Schneeschmelze erhallen. Weitere Forschungsaufgaben im Zusammenhang mit dem Rückhalt der Binnenwässer, dem Lenken der Wasserableitung von größeren Kanalsystemen und der Vorhersage harren noch der Lösung. In Zusammen­h mg mit den geplanten Flußkanalisierungen muß die Wirkung der Stauhaltungen auf den Grundwasser­stand und auf die Binnenwasserableitung untersucht werden.

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