Vízügyi Közlemények, 1956 (38. évfolyam)
2. füzet - VII. Kisebb közlemények
(41) DEll ANLÄSSLICH DES 70 JÄHRIGEN BESTEHENS DES UNGARISCHEN HYDROGRAPHISCHEN DIENSTES VERANSTALTETE KONGRESS DK 551.48 : 626/627 (061.3) Der hydrographische Kongreß hat in gemeinsamer Veranstaltung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, der Generaldirektion für Wasserwirtschaft und der Ungarischen Gesellschaft für Hydrologie unter lebhaftem Interesse zahlreicher technischer Fachmänner, der Vertreter der an der Wasserwirtschaft interessierten Wirtschaftszweige sowie der Repräsentanten der Donauländer und der dem Donautal benachbarten Länder in Budapest, am 14 —16 September 1955, im Festsaal der Ungarischen Akademie der Wissenschaften stattgefunden. Ausländische Teilnehmer des Kongresses waren : seitens Bulgariens : Prof. B. A. Martschinkow , Vertreter der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften. seitens der Deutschen Demokratischen Republik: Dr Ing. К. Voah Vertreter des Hydrometeorologischen Dienstes, seitens Jugoslawiens: Ing. R. Petrovic, Direktor des Belgrader Hydrotechnischen Institutes, samt Gemahlin, seitens Österreichs : Dr. techn. W. Kresser, Privatdozent, Leiter des Hydrographischen Zentra'.büros im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, seitens Polens : Prof. Dr. Ing. К. Debski, Vertreter der Polnischen Akademie der Wissenschaften, seitens Rumäneins : Prof. Dr. Ing. Ch. Mateescu und Prof. Dr. Ing. D. Dumitrescu, Akademiker, Vertreter der Rumänischen Akademie der Wissenschaften, seitens der Sowjetunion : Dr. Ing. F. M. Menkelj, Vertreter der Akademie der Wissenschaften der Sowjetunion, seitens der Tschechoslowakei : unter der Leitung des Akademikers O. Dub, Professor der Technischen Hochschule Bratislava, die Vertreter der Tschechoslowakischen Akademien der Wissenschaften, namentlich : K. Kolar, Vicedirektor des Wasserwirtschaftlichen Laboratoriums der Tschsl. Akademie d. Wissenschaften, D. Kafkovä, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Laboratoriums, J. Л/. Jirousek, wissenschaftlicher Sekretär (les Akad. Ausschusses zur Förderung der Großanlagen, ferner : Dr. Ing. M. Cermúk, Sektionschef des Hydrometeorologischen Institutes in Brno, und schließlich. seitens der Donaukommission : Direktor E. Maloveczky, Sektionschef D. Zilravkovitsch, Obering. L. Kinzel und Obering. .N. Horváth. I. Die festliche Eröffnungssitzung Der Kongreß wurde von R. Bognár, Generalsekretär der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, eröffnet. Er befasste sich mit der Frage : was hat die Akademie für die hydrographische Forschung getan und was tut sie jetzt in ihrem Interessel Einen Rückblick auf die Vergangenheit der Akademie werfend, stellte er fest, dass der erste Abschnitt ihres Wirkens, bis zur Mitte des vergangenen Jahrhundertes, in die Vorbereitungszeit der großen ungarischen Wasserbauarbeiten fiel. Die hydrographischen Arbeiten, die deren Grundlage legten, wurden seitens der Akademie hochgeschätzt. Dies beweist auch der Umstand, dass sie die meisten der hervorragenden Wasserbauingenieure zu ihrem Mitglied erwählte, ferner, daß an der Tagesordnung ihrer Sitzungen und unter ihren Preisfragen des öfteren gewässerkundliche Fragen vorkamen. Nach dem Fall des Freiheitskrieges 1848/49 hörte die Unterstützung der Akademie auf und in den naehherkommenden Jahrzehnten blieb sie auch nur formell. Die nach dem Kriege neugestaltete Akademie entfaltet eine weitgreifende Aktivität zur Erschaffung der Bedingungen der wissenschaftlichen Tätigkeit und somit auch der hydrologischen Forschung. Es war die Akademie, die im Jahre 1952 die Aufstellung der Forschungsanstalt für Wasserwirtschaft in Vorschlag gebracht hatte, die dann die Planmäßigkeit der wissenschaftlich-hydrologischen Forschungsarbeit sicherte. Durch die stetige Arbeit ihres Hauptausschusses für Hydrologie und mittels ihrer jährlich veranstalteten Wasserwirtschaftlichen Kongresse fördert sie den Einklang der Theorie und der Praxis, das heisst die Verknüpfung (1er technisch-wissenschaftlichen Forschung mit dem Wirtschaftsleben und tier Erzeugung. Durch sein Mitwirken nimmt die Forschungsarbeit immer mehr ein kollektives Gepräge an, denn nur so ist die Lösung (1er verwickelten, mehrere Fachgebiete berührenden Aufgaben binnen (1er von der Volkswirtschaft gestellten kürzesten Fristen möglich. Nachher ergriff K. Rajczi, Generaldirektor für Wasserwirtschaft, das Wort und sprach von der Bedeutung des Hydrographischen Dienstes und der gewässerkundlichen Forschungsarbeit für die Tätigkeit der Generaldirektion für Wasserwirtschaft und für die Volkswirtschaft im allgemeinen. Die Hydrologie, sowie die Physik, die Chemie und die Biologie, ist durch Anwendung der dialektischen Methoden in ein neues Licht geraten. Außer (1er Untersuchung der das Leben der Gewässer betreffenden, allgemeinen Regeln, muss sich die ungarische hydrographische Forschung in hohem Maße mit der Aufschließung der gewässerkundlichen Verhältnisse des ungarischen Bodens beschäftigen und muss mit den praktischen Aufgaben der Industrie, der Energiewirtschaft, der Landwirtschaft und des Wasserverkehrs eine enge Verbindung ausbauen. Im Folgenden begrüßten die Vertreter der Auslandstaaten den Kongreß.