Vízügyi Közlemények, 1956 (38. évfolyam)

2. füzet - VII. Kisebb közlemények

(10) war in Folge des lockeren, sandig-kiesigen Bettmaterials der Durchstiche möglich. Die gleichzeitige Absperrung des alten Bettes wurde deshalb nötig, weil bei dem geringen Längenunterschied des alten und neuen Bettes der selbsttätige Laufwechsel des Flusses gar nicht zu erhoffen war. Die Bauausführung ist als ein Versuch zu betrachten, mit dem Ziele, festzustellen, wie eine vollwertige Regulierung einzelner Strecken der Rába mit geringstem Material- und Arbeitsaufwand erreicht werden könnte. An allen drei Baustellen wurde mit dem Aushub des Leitgrabens angefangen. Beim ersten Durchstich wurde der Leitgraben in der Nähe des konvexen Ufers angelegt (Abb. 1), entlang der zukünftigen konkaven Uferlinie wurde der Uferschutz in einem separaten Graben erbaut. Bei den folgenden zwei Durchstichen wurden die Leitgräben entlang des konkaven Ufers solcherart ausgehoben, dass in denselben vor der Eröffnung des Durchstiches auch der Uferschutz erbaut werden konnte (Abb. 5, 6 und 8, Bild 3 und 4). Der Erfahrung gemäss war letztere Art die wirtschaftlichere, weil die Leitgräben sich trotz geringerer Erdarbeit ebenso rasch ausgebildet haben, wie der am konvexen Ufer angelegte Graben. Der vorhinein angebrachte Uferschutz verhinderte den Abbruch der konkaven Seite, während das lose Material die Ent­wicklung in der Richtung des konvexen Ufers freigab (Bild 6 und 7). Als Sperrdamm diente je ein Querwerk der Leitwerke. Diese Sperren wurden in jedem der drei Fälle auf eine andere Art erbaut. An der Stelle der Sperren betrug die Spiegelbreite 30-40 m. (Abb. 1.) An der ersten Baustelle wurde das alte Bett mittels der Stromlinie parallel verlegten Senkfaschinen abgesperrt. Der Sperrdamm wurde von beiden Ufern aus vorgetrieben und die Kronenhöhe desselben ständig über den Wasserspiegel gehalten. Die Schliessung erfolgte in der Mitte und wurde durch die vom hohen Stau verur­sachte starke Strömung sehr erschwert. Die Senkfaschinen mussten, um ihr Abtreiben zu verhindern, mit Draht in die Ufer verankert und die Sohle in der Öffnung mittels Steinwurf befestigt werden. An der Korrektionsstelle II. (Abb. 5. und ß.) wurde der Sperrdamm von einer Arbeitsbrücke aus Bruchsteinen errichtet. Die Krone der Sperre hob sich nahezu gleiehmässig. Die Schliessung gelang wegen der starken Strömung auch hier nur mit •quer zur Strömungsrichtung versenkten, sich an die Pfähle der Arbeitsbrücke stützen­den Senkfaschinen, weil das überstürzende Wasser die in die Öffnung geworfenen Steine und die in Drahtgeflecht gepackten Steinblöcke mit sich riss. Auf Grund der bei diesen beiden Abschlussbauwerken gesammelten Erfahrungen •erfolgte die Absperrung an der Korrektionsstelle III. (Abb. 8, 18) solcherart, dass, von einer Arbeitsbrücke aus, zwischen eingerammten Pfahlreihen das ganze Bett überquerende Sinkwalzen verlegt wurden, deren Abtrieb die Pfähle verhinderten. {Abb. 18, Bild 1 und 2.) Bei Vergleich der drei angewandten Absperrmethoden stellte sich heraus, dass auf Grund sowohl theoretischer, wie praktischer Überlegungen die in voller Fluss­breite gleichzeitig begonnene Absperrung am wirtschaftlichsten ist, da diese bei gleichem Materialaufwand höheren Stau erzeugt (Abb. 13). Die Wirtschaftlichkeit der Absperrung war im zweiten und dritten Fall nahezu gleich, ausschlaggebend bleibt bei fier Wahl der Ausführungsmethode das zur Verfügung stehende Material. Im Laufe der Bauausführung wurden die Wasserstände mittels Hilfspegel be­obachtet, um bestimmen zu können, welche Stauhöhen mittels der Sperrdämme zu erzielen wären, um den Beginn der Ausbildung des Durchstiches zu veranlassen. (Abb. 2 und 4.) Vom Beginn der Absperrung des Altarmes an wuchs der Stau allmählich, in Folge dessen strömte das Wasser in die im Leitgraben ausgehobene Rinne. Mit dem zunehmenden Stau vergrösserte sich in derselben die Wassertiefe und die Strö­mungsgeschwindigkeit, bis die Grenzschleppkraft erreicht wurde (Abb. 3, 7, 9, 10 und 14) und die Querschnittserweiterung begann. Diese Erscheinung trat zuerst am unteren Ende des Leitgrabens ein, wie es auch auf Grund theoretischer Über­legung zu erwarten war (Bild 5). Nach einem heftigen Anfang weitete sich das neue Bett allmählich langsamer, bis es die Abflussmenge der Bauperiode ohne besonderen Stau führen konnte. Nach Ablauf einiger Flutwellen verschwand der sichtbare Un­terschied, welcher anfangs in den Quersehnittsausmassen und im Geschiebematerial

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