Vízügyi Közlemények, 1955 (37. évfolyam)

1-2. füzet - XIV. Lászlóffy Woldemár: Az árvíz előrejelzése

(11) ORGANISIERUNG DER HOCHWASSERABWEHR Von P. Szászhelyi und J. Sik (Die Tabellen siehe Seite. 53—63. des ungarischen Textes) DK .627.512+627.513 (439) Das Donauhochwasser vom Juli 1954 bereitete mit seiner aussergewöhnlichen .Höhe und Dauer der Hochwasserschutzorganisation eine grosse Belastungsprobe. Die Abwehr fand auf einer 799 km langen Hauptabwehrlinie statt, wovon 166 km auf die Miindungsstrecken der Nebenflüsse und 107 km auf Gebiete der grösseren Städte entfielen. Die Anführung der 23 Abwehrabschnitte der an der Hochwasser­abwehr beteiligten 5 Wasserbaudirektionen, die Zahl der Aufsichtsstrecken, den Eintritt und Schluss der Abwehrbereitschaft, ferner Länge der Deichabschnitte enthält Tabelle I. Tabelle II gibt die Länge der innerhalb der Hauptschutzlinien liegenden Sommerdeiche und Ausdehnung deren Schutzgebiet in Katastraljoch an. (1 Katastraljoch = 0,57 ha.) Da die Hochflut .Mitte des Sommers auftrat, mussten die 138 km langen Sommerdeiche — wenigstens bis zum Einernten — ebenfalls verteidigt werden. Die grösste Sorge bereiteten die Mängel an Höhe und Sohlenbreite der Deiche. An 20 km Länge überstieg die Fluthöhe sogar die Kronenhöhe der Schutzanlagen. Die seit 1918 begonnenen Verstärkungsarbeiten konnten nämlich noch nicht überall beendigt werden. Die Leiter der Hochwasserabwehr waren der Mängel wohl bewusst und bereiteten sich mit voller Kraft zur Abwehr vor. Die Höhenmängel verursachten auch nirgends Not. Mittels in aller Hast durchgeführter Erhöhung wurde das Über­schreiten der Deichkrone überall verhindert. Einigen gefährlichen Deiclirutschungen, Durchweichungen und der Erweiterung vieler gefahrdrohenden Drängewasser­aufbrüche wurde energisch entgegengetreten. Ursache der eingetretenen Deich­brüche war unvorhersehbarer hydraulischer Grundbruch, wogegen die Abwehr­organisation machtlos war. Zu den anderorts erzielten Erfolgen der Abwehr trugen die motorisierten, zentralen Spundwandrammkolonnen der Hochwasserschutz­bereitschaft in grossem Masse bei. Seit der Errichtung der Landes-Generaldirektion für Wasserbau am 1. Okiober 1933 wurde das Zusammenwirken der einzelnen Ministerien und Räte bei Hoch­wassergefahr organisiert, so, dass die Hochflut niemanden unvorbereitet traf, jedermann seine Aufgaben klar sah. Das aussergeWölinliche Hochwasser stellte aber.stellenweise der Organisation Aufgaben solcher Abmessungen, besonders nach den Deichbrüchen im Szigetköz, dass die Führung sie nicht sofort bewältigen konnte. Deshalb verordnete der Regierungskommissär für Hochwasserschutz schon während der Abwehr bestimmte Organisationsabänderimgen, um die schwächeren Punkte der Abwehr zu kräftigen. Diese wichtigeren Verfügungen waren die folgenden : das Zentralbüro des Regierungs­kommissariats wurde umorganisiert und bedeutend verstärkt (Tabelle III), die Beziehungen mit den Ministerien wurden enger gestaltet, aus der Tisza- und Körös­gegend wurde in der Hochwasserabwehr geübtes Personal zu den gefährdeten Orten beordert. Regierungskommissär-Stellvertreter, bzw. Beauftragte wurden an alle Orte, wo die Führung wankte, entsandt. Der Ministerrat schuf die Landes-Hochwasserabwehrkommission und Komilats­Hochwasserabwehrkommissionen, mit deren Hilfe die Arbeitskräfte, Transport­geräte, Erdarbeitsmaschinen und Materialien der ganzen Volkswirtschaft mobilisiert werden konnten. Diese mächtige Zentralisierung der Kräfte, organisiert und geleitet durch die einzelnen Ministerien, ergab eine noch nie vorher gesehene Landeshil­feleistung, von bisher ganz unvorstellbaren Abmessungen und Durchschlagskraft. Die wertvollste Hilfe boten die Abteilungen ties Landeswehrs und die organi­sierten Gruppen des Verkehrs. Neben diesen spielte die Inanspruchnahme der Bevöl­kerung des gefährdeten Gebietes eine untergeordnete Rolle, so dass die Rettung der gefährdeten Ernte möglich war.

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