Vízügyi Közlemények, 1948 (30. évfolyam)
2. szám - VII. Szakirodalom
(51) einstellen), während die Stromerzeugung der Gebirgsanlagen zu gleicher Zeit anwächst. Bei Niederwasser ist die Lage — binnen gewissen Grenzen — gerade umgekehrt , da in dieser Zeit die Kraftwerke des Tieflandes mit verhältnismässig grösserem Gefälle arbeiten. 2. In der Zusammenstellung der Statistik der Wasserkräfte ging Ungarn den meisten Staaten der Welt voraus. Die Angaben des in 1905 von Ede Viczián unter dem Titel ,, Magyarország vízerői " (Ungarns Wasserkräfte) erschienenen ausführlichen Werkes sind heute trotzdem nicht zu gebrauchen. Damals wurden die Tieflandstrecken der Flüsse nicht in die hydrometrischen und topographischen Aufnahmen einbezogen. Da aber nach dem ersten Weltkrieg die Gebirgsgegenden Ungarns grösstenteils zu den Nachbarstaaten fielen, enthält die Statistik für das heutige Gebiet des Landes kaum Angaben. Dar Nachteil dieser Statistik ist noch, dass sie sich lediglich auf den minimalen Wasserkraftbestand bezieht, aber die zur Berechnung als Grund genommene Niederwassermengen sind — wegen der kurzen Zeitdauer der Datensammlung — in der Wirklichkeit von den minimalen Wassermengen fallweise verschieden abweichende Werte. Bei der Bestimmung des theoretischen Wasserkraftbestandes Ungarns konnte weder die einfache Umrechnung der Yiczián'schen Angaben, noch die Verwendung der auf diesen Angaben beruhenden Schätzungen in Betracht kommen, sondern es musste ein ganz neuer Kataster aufgestellt werden. 3. Der theoretische Wasserkraft bestand wurde auf Grund der Gleichung 1 berechnet, wobei die Wassermenge und das Gafälle längs eines Flussabschnittes als konstant angenommen wurde (Gleichung 2). Die Leistung (T) und die Jahresenergieerzeugung (E) wurden für die Wassermengan von 100, 95 und 50%-iger Dauer, ferner für die Mittelwassermenge mit den Normalzahlen von 10—30 jährigen Perioden berechnet (Abb. 3). Bei der Bewertung der Wasserkräfte von hydrologischem Gesichtspunkt aus s-ind drei Faktoren in Betracht zu ziehen: a) die absolute Grösse des Wasserkraftbestandes; b ) die Rolle der Wassermenge in der Leistung (gleiche Leistung vorausgesetzt, ist kleine Wassermenge und grosses Gefälle vorteilhafter, als umgekehrt); c) die Schwankung der theoretischen Leistung, die man durch die Verhältniszahlen « = T 6 0/T 9 5, bzw. a x = T 5 0/T 100 charakterisieren kann. Je kleiner der Wert der Verhältniszahlen ist, umso günstiger ist die Lage. Die relative Höhe der Hochwässer ist auch zu beachten, denn während des Hochwassers verringert sich die Stauung, oder sie hört sogar auf. Für die Hochwasserverhältnisse sind die Faktoren ß und ß t bezeichnend. Die für Ungarn charakteristischen Angaben sind in der Tabelle I zusammengefasst . Abb. 4 vergleicht die Wasserführung ' der Donau und der Tisza. Zu diesem Zweck sind die q 5 0 Werte der Dauerkurven in derselben Grösse aufgetragen. Die ausgeglichene Wasserführung der Donau ii-t für die Wasserkrafterzeugung sehr günstig. Die Jahresenergieerzeugung ist durch Gleichung 3 angegeben, wo qt die Wassermenge für die Zeitdauer t, qi die allzeitige Tageswassermenge und F die von der Mengendauerlinie in Höhe q t abgeschnittene Fläche bedeutet. Zur praktischen Berechnung der E 5 0 Werte diente die Gleichung 6, in welcher die Vernachlässigungen nicht nur gering sind, sondern auch der Sicherheit zu Gute kommen. Bei der Bestimmung des Wasserkraftbestandes wurden sämtliche gegenwärtige Wassernutzungen ausser acht gelassen. Im Falle von Grenzflüssen und Grenzfluszstrecken ist nur die Hälfte der Leistung bzw. der Energieerzeugung in Rechnung gezogen worden. Laut der Angaben in der Tabelle II beträgt der auf Grunde der Wassermenge von 50%-en Dauer (q 5 0) berechnete theoretische Wasserkraftvorrat 960.000 kW, bzw. jährlich 7.2 Milliarden kW-Stunden. Der für die hydrographischen Verhältnisse äusserst bezeichnende Wert E 5 0/E 9 5 ist für die Donau 1,67 und für die Tisza 2,85. 4. Von diesem, mit q m berechneten Wasserkraftbestand wären — mit Berücksichtigung der nicht ausbeutbaren Flußstrecken und Gefällen, ferner der Gefälle- und Energieumgestaltungsverluste — technisch cca. 2 Milliarden kW-Stunden nutzbar zu machen. Laut Abbildung 5 wäre es möglieh an (1er Donaustrecke unterhalb Budapest, eine Gafällsstufe von 6,20 m vorausgesetzt, bei einer Wassermenge von q & 0 =' 2200 m 3/sec, jährlich 400 Millionen kWh zu erzeugen mittels eines Werkes mit .einer Kapazität von