Vízügyi Közlemények, 1947 (29. évfolyam)
1-4. szám - VI. Szakirodalom
(35) ermöglichen es, unter Berücksichtigung der Wärme- und Wasserwirtschaftseigenschaften der Böden, die den größten Erfolg ermöglichenden Bearbeitungsmethoden zu bestimmen, was in Ungarn wegen der Trockenperioden grundlegende Wichtigkeit besitzt. Der 2. Abschnitt behandelt die im Pflanzenbaue zur Wirkung kommenden Bodengegebenheiten und Bodeneigenschaften. Es wird-der Vorgang der Untersuchung der Bodenprofile beschrieben, die Wichtigkeit der nutzbaren Bodenschichten und des Grundwasserstandes erörtert. Von den chemischen Bodeneigcnschaften werden die Reaktions- und Sättigungsverhältnisse, dei Kalkgehalt, die löslichen Bodensalze und ihre Qualität, sowie die Eigenschaften des Absorptionkomplexas eingehend erörtert, weiters die Ansprüche der verschiedenen Pflanzen gegenüber diesen besprochen. Bezüglich der physikalischen Bodeneigenschaften wird das Hauptgewicht auf die Wasserwiitschaftseigenschaften und ganz besonders auf die nutzbare Wasserkapazität der Böden gelegt und werden die diesbezüglichen Gegebenheiten der ungarischen Böden und ihre Auswirkungen auf die verschiedenen Pflanzen erörtert. Im 3. Abschnitte werden die Wirkungen der Niederschläge bodenkundlich und Pflanzenbaulich eingehend erklärt und der Beweis erbracht, daß nicht die Niederschlagsmengen, sondern die sehr verschiedexien Wasserkapazitäten und Wasserwirtschaftseigenschaften der Böden diesbezüglich ausschlaggebend sind. Exacte Untersuchungen zeigen, daß die nutzbare Wasserkapazität der ungarischen Böden bis zu 150 cm Bodentiefe zwischen 0 und 350 mm variieren. Die sichersten Erträge werden durch jene Böden gegeben, deren nutzbare Wasserkapazität bis 150 cm Tiefe 300— 350 mm beträgt. Es wird ferner die Rolle der Pflanzenwurzeln in der Wasserwirtschaft der Böden nebst dem Einflüsse der Bodenbearbeitung und der Art der Anbaumaßnahmen erörtert. Der 4. Abschnitt behandelt die Nährstoff Wirtschaft, die sachgemäßen Düngungsfaktoren sowie die Ernährung der Pflanzen durch den Boden. Es werden zahlreiche Untersuchungsdaten und Versuchsergebnisse besprochen, aus welchen es eindeutig ersichtlich ist, daß der lösliche Nährstoffgehalt der Böden selbst in kurzen Zeiträumen sehr große Aenderungen erfahren kann. Die in großer Zahl durch mehrere Jahrzehnte durchgeführten Untersuchungen und exacte Freilandversuchsergebnisse ermöglichten es bezüglich der Bestimmung des Düngerbedürfnisses praktische einfache und leicht verständliche Richtlinien zu geben. Es zeigte sich nämlich, daß der Nährstoffbedarf der Böden durch die Qualität und menge der im Boden verbleibenden Ernte- und Wurzelrückstande sowie der Qualität des Humusgehaltes ausschlaggebend beeinflußt wird. Böden z. B. auf welchen nach Rüben geringere Erträge erbracht werden als nach Schmetterlingsblütlern sind unbedingt Stickstoffbedürftig. Ebenso zeigt sich die Phospor- und Kalibedürftigkeit auf allen Böden die nach Schmetterlingsblütlern auf Phosphorsäure reagieren. Es wurde weiters der Beweis erbracht, daß auf Phosphorsäurebedürftigen Böden die einseiteg gegebenen Phosphatkunstdünger nicht nur wirkungslos bleiben können, sondern in vielen Fällen, infolge der Erhöhung der Stickstoffassimilationsvorgange durch die Bodenmikroben, Ernteschädigungen eintreten, usw. Der 5. Abschnitt behandelt die chemischen, physikalischen und pflanzenbaulichen Bodenverbesserungsmöglichkeiten, sodann die zusammenfassende Auswertung der zahlenmäßigen Bodenuntersuchungsdaten. Weiters wird die Methode der Bestimmung der verschiedenen Bodenregionen und Bodengegenden erklärt und auf Grund dieser Erwägungen und der Untersuchungsdaten die Konstruktion der beigelegten Pflanzenbaulichen Bodengegendskarte beschrieben. Die beigelegte Karte und die sonstigen Bodenuntersuchungs, bzw. klimatischen und pflanzenbaulichen Daten ermöglichen es nunmehr die in den verschiedenen Bodenregionen und Bodengegenden unter Berückschtigung der Ansprüche der Pflanzen und der klimatischen Gegebenheiten nicht nur die den besten Erfolg sichernden Pflanzen zu bestimmen, sondern auch die am besten entsprechenden Bodenbcarbeitungs- und Düngungsmethoden anzuwenden, sowie das Versuchswesen sachgemäß zu organisieren. L. K. 2*