Vízügyi Közlemények, 1937 (19. évfolyam)

3-4. szám - Szakirodalom

12 war eine künstliche Wasserzufuhr in Anbetracht der ausreichenden Niederschläge überflüssig. Während der einmonatigen Dürre des trockenen Sommers wurde aber von der Bewässerung überall Gebrauch gemacht. Während in 1930 im Genossenschaftsbereich nur in 65 Wirtschaften auf rund 238 ha Bewässerung betrieben wurde, hat man in 1936 schon in 240 Wirtschaften auf 544 ha bewässert. Die Zunahme betrug sohin 127%. Die Acker- und Obst­gartenbewässerung hat sich vor 1936 nur auf Versuchsanlagen beschränkt, in 1936 sind aber schon 5 Ackerbewässerungen und 13 Obstgartenbewässerungen einge­richtet worden, erstere auf 21, letztere auf 75 ha. Auf den Äckern wurde Furchenbewässerung betrieben, da diese Bewässerungs­art die wirtschaftlichste Ausnützung des Wassers gestattet. Wiesen wurden durch Überstauung bewässert, wobei jedoch das überschüssige Wasser in Abzugsgräben abgeleitet worden ist. In den Obstgärten wurden die Bäume mit Furchen umzogen, die mit Wasser aufgefüllt wurden. Das Bewässerungswasser wird dem Fehér-Körös entnommen undzwar wird es zur Zeit hoher Wasserstände unmittelbar in den Elővíz-Kanal bezw. in die Ver­teilungsgräben geleitet, bei niedrigem Wasserstand wird es durch Pumpen aus dem Vorfluter gehoben. Aus den Gräben wird das Wasser stellenweise mittels Schöpfräder, meistens jedoch durch Zentrifugalpumpen in die offenen Verteilungsgräben geför­dert. Die Pumpen wurden — der teueren Anschaffungskosten wegen — durch die Genossenschaft angeschafft und gegen mässige Leihgebühren den Landwirten zur Verfügung gestellt. Viele der neugegründeten Bewässerungsbetriebe haben infolge von Magel an Erfahrungen mit Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Die älteren Wirtschaften konnten jedoch auch in 1936 reichlichen Erfolg verbuchen. Mit fleissiger Arbeit konnte der Ertrag der Gemüsegärten bis 1700 P/ha gesteigert werden. Dieser Zweig der Bodenkultur birgt noch weite Entwicklungsmöglichkeiten, so besonders der Anbau von Tomaten, die vom Auslande ständig gesucht werden. Das grösste Übel liegt in der völligen Unorganisiertheit der Gärtner, was der vermittelnde Handel reichlich zum eigenen Vorteil ausnützt. Jeder Versuch einer Organisierung der Produzenten blieb bis jetzt erfolglos. Auf den bewässerten Ackerflächen wurden Mais, Zuckerrüben, Kraut und Kartoffeln erzeugt, die zweimal im Jahre, mitte Juli und anfangs August bewässert worden sind. Die Mehrproduktion betrug 80—100%. Wiesen und Obstgärten haben ebenfalls schöne Erfolge geliefert. Von besonders grosser Wichtigkeit ist die Bewäs­serung der Luzerne wegen ihrer Bedeutung für Viehzucht und Düngergewinnung. Der Wasserbedarf der Wiesen belief sich bei der ersten Überstaung auf 200 mm, bei den weiteren — nach jedem Schnitt — auf 150 mm. Die Anlagekosten der durch die Genossenschaft errichteten Bewässerungs­einrichtigungen betrugen ungefähr P. 170 auf den ha bezogen. Die Bewässerungs­kosten beliefen sich zuzüglich Kapitalstilgung, Düngung, Betriebsunkosten, Arbeits­löhne und Wasserzins auf rund P. 110 je ha ; der erzielte reine Mehrgewinn betrug bei Mais und Zuckerrüben etwa 75 P, bei Kartoffeln P. 510, bei der Wiesenbewäs­serung P. 255. Über die Ernteergebnisse in Luzerne und Obst liegt noch kein end­gültiges Bild vor, da es sich hier um Neueinrichtungen handelt und es noch an der nötigen Erfahrung fehlt.

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