Vízügyi Közlemények, 1936 (18. évfolyam)

Kivonatok, mellékletek - Kivonat a 2. számhoz

VIII. schluss der Eisenbahn- und Wasserverkehrslinien bedingt, und zu diesem Zwecke den Bau von Umschlagsliäfen in den grösseren Orten der Flussläufe zur Notwendig­keit macht. Auch die den Donau —Tisza-Kanal betreffenden Studien sind weiter­zuführen, da durch die Verwirklichung dieses Projektes einesteils unsere — durch die Trianoner Grenzen getrennten — beiden Hauptflüsse, die Donau und die Tisza eine inländische Verbindung erhalten würden, anderenteils der gegen Westen führende Weg unserer landwirtschaftlichen Hauptprodukte eine Abkürzung um 645 km erfahren würde. Die Rentabilität des Kanals erscheint unter allen Umstän­den gesichert zu sein, da durch seine Eröffnung ein Wasserstrassennetz von ungefähr 1000 km Gesamtlänge (Tisza mit ihren Nebenflüssen) kurzerhand dem internationalen Wasserweg angeschlossen wird. Dieser Kanal wurde schon vom Gesetzartikel XLIX aus dem Jahre 1908 für unumgänglich notwendig erklärt und es ist nur dem Ausbruch des Weltkrieges zuzuschreiben, dass er nicht bereits in Grossungarn zur Ausführung gebracht worden ist. Das heutige verstümmelte Land bedarf dieses Kanals in noch erhöhterem Masse, da es sich um die natürliche Fortsetzung der Rhein —Main--Donau-Linie handelt. Eine weitere Aufgabe bildet die Schiffbarmachung des Sió-Flusses und die Vermehrung der Balatoner Häfen. Schliesslich muss zwecks Förderung der Ausfuhr an die Verbesserung der Schiffahrtsverhältnisse an den grösseren Flüssen (Furtenregelung, usw.) sowie an die Kanalisierung der kleineren Gewässer (Körös, Sajó, Bodrog) geschritten werden. II. KLIMAVERÄNDERUNG ALS FOLGE VON ENTWÄSSERUNG ? Von : Prof. Dr. A. RÉTHLY. (Ungarischer Text : Seite 134—165.) In Ungarn wiederholen sieh seit Jahrzehnten in jedem unregelmässig trocke­nen Jahr Presseangriffe, denen die Klage — „Hochwasserschutz und Entwässe­rung haben Trockenheit über die ungarische Tiefebene gebracht" — zugrunde liegt. Es ist eine völlig unwissenschaftliche Behauptung, dass menschliche Ein­griffe — kulturtechnische Massnahmen — Klimaveränderung im Tiefland her­beigeführt hätten. Es ist richtig, dass durch das Ableiten schädlicher Wassermengen sich unmittelbar im betroffenen Teilgebiet ein neues Klimabild, besonders aber in mikroklimatologischen Belangen sich neue Verhältnisse ausgebildet haben, irgend eine Veränderung im Klima des Landes, oder auch nur der Tiefebene hat jedoch die Räumung verdunstender Wasserflächen (Sümpfe, Überschwemmungs­gebiete) nicht bewirkt. Aus Kroniken gesammelte alte Aufzeichnungen beweisen, dass in Ungarn seit ungefähr 1000 Jahren die Trockenheit die schwersten Schläge, Hungersnöte über das Land gebracht hat und den Missernten lag in früherer Zeit ebenso wie heute, bis zu 80% Regenmangel zugrunde. Die Entwässerung reicht aber noch nicht einmal auf ein Jahrhundert zurück. Anhanden mehrere Jahrzehnte umfassender statistischer Tafeln über den Gang der einzelnen Witterungselemente (Tau, Luftfeuchtigkeit, Verdunstung

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