Vízügyi Közlemények, 1932 (14. évfolyam)

2. füzet - XII. Kisebb közlemények

8 betreffenden Landesämter. In beiden genannten Ländern werden diese Obliegen­heiten dureb die kulturtechnische Abteilung des Landeskulturrates verrichtet. Als Folge der Selbstversorgungsbestrebungen der mitteleuropäischen Staaten gewannen die kulturtechnischen Arbeiten in Österreich ganz hervorragende Bedeu­tung. Mit allen Mitteln wird an der Ausdehnung der landwirtschaftlichen Anbau­fläche gearbeitet, um das tunlichste Ausmass an wirtschaftlicher Unabhängigkeit vom Auslande zu erreichen. Diese Förderung der kulturtechnischen Arbeiten äussert sich in einer bedeu­tenden Kostenbeteiligung, welche sowohl der Bund als auch die Länder beisteuern. Die Beteiligung der Öffentlichkeit an dem jährlichen Kostenaufwand von durch­schnittlich 10 Millionen Schillingen beträgt mehr als 50%, so dass nur 45—50% von den Interessenten aufzubringen sind. Ein weites Betätigungsfeld bietet sich in Österreich auch auf dem Gebiet der Wildbachverbauung. Die Lösung dieser Aufgaben liegt in den Händen der in den einzelnen Ländern aufgestellten und unmittelbar der Abteilung für Wildbach­verbauung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft unterstellten Sektionen für Wildbachverbauung. Die bezüglichen Arbeiten belaufen sich im Jahresdurchschnitt auf 6-5 Millionen Schilling, die zu ungefähr 85% vom Bundes­staat und von den einzelnen Ländern bereitgestellt werden. Ungeachtet der Personal- und Sachauslagen, ferner der für Errichtung von Wasserkraftanlagen verausgabten Summen beziffert sich der in Österreich all­jährlich in Dienst des Wasserbauwesens gestellte Betrag auf rund 50 Millionen Schillinge. Von dieser Summe gehen durchschnittlich 80% zu Lasten des Bundes bezw. der Länder, die restliehen 20% werden von Privaten (Interessenten) aufge­bracht. II. DAS TISZATAL. Hydrographisches Bild und Beschreibung der wasserbaulichen Arbeiten. Von : WOLDEMÁR LÁSZLÓFFY-BÖHM. A) Hydrographisches Bild. Die Gewässer der östlichen Hälfte des Karpaten­beckens werden von der Tisza (Theiss) aufgenommen und der Donau zugeführt. Das 157,135 km 2 umfassende Sammelgebiet wird im Halbkreis von den 700 bis 2500 m hohen Gebirgszügen der Karpaten begrenzt, aus denen ausgiebige Neben­flüsse dem durchschnittlich 80—100 m über dem Meeresspiegel gelegenen mächti­gen Flachland zufliessen. Die bedeutendsten sind : die Szamos, Bodrog, Sajó, Körös und Maros. (Abb. 1.) Der geologische Aufbau des Tiszabeckens zeigt vorherrschend halb- bezw. undurchlässige Schichten. (Abb. 2. p; schwarz = durchlässige, weiss — undurchlässige Oberfläche.) Dieser Umstand und die Neigungsverhältnisse der gegen das Flachland steil abfallenden Grenzgebirge bewirken eine äusserst heftige Wasser­führung sowohl der oberen Tisza, als auch ihrer Nebenflüsse. Demgegenüber beträgt das Gesamtgefälle im unteren 700 km langen Abschnitt des 1000 km langen Wasser­laufes bloss 32 m (4-5 cm/km). Dieses für den Abfluss grosser Wasser mengen unzulängliche Gefälle hatte vor der Regulierung alljährlich Überschwemmungen zur Folge, die einen grossen Teil des lnundationsgebietes von 2 Millionen ha monate-

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