O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 21. (Budapest, 1982)
Dely, O. Gy.: Über die morphologische Variation der Taurischen Eidechse (Lacerta taurica Pallas) 77-84. o.
viereckiges akzessorisches Schildchen voneinander vollkommen getrennt, da das akzessorische Schildchen mit seiner hinteren Kante das Frontale berührt. (Tafel I: Abb 5) Typ "AI2": Dem Typ "Ar 1 weitgehend ähnlich. Auf das "normale" Rostrale folgen die beiden Supranasalia, die sich in der Medianebene mit einer breiten Fläche berühren. Das hinter ihnen liegende Internasale ist aber - im Unterschied zu sämtlichen vorerwähnten Typen - zweigeteilt. Die beiden Teile des Internasale sind aber stets von verschiedener Grösse; manchmal besitzt das eine von Ihnen kaum ein Viertel der flächenmassigen Ausdehnung des anderen. (Früher bei Lacerta vivipar a als Typ "M"*, bei Eremia s als Typ "G"** bezeichnet.) (Tafel I: Abb. 6) Typ "AI3": Die hinter dem "normalen" Rostrale liegenden beiden Supranasalia stossen in der Medianebene in einer langen Naht aufeinander. Internasale dreigeteilt: neben dem in der Mitte seinen Platz einnehmenden grösseren Schild befindet sich beiderseits je ein kleineres, als akzessorisch wirkendes Schildchen. Die beiden Praefrontalia berühren sich in einer langen Naht. (Früher bei Lacerta vivipar a* als eine Anomalie des Typs "A" bewertet.) (Tafel I: Abb. 7) Typ "AI3X": Auf das "normale" Rostrale folgt in der Medianebene ein akzessorisches Schildchen, das seinen Platz zwischen den beiden Supranasalia einnehmend letztgenannte voneinander vollständig trennt. Internasale in schon erwähnter Form dreigeteilt. Die hinter ihm liegenden Praefrontalia berühren sich in der Medianebene mit längeren Naht. (Tafel I: Abb. 8) Werden nun die verschiedenen Kopfbeschilderungstypen zahlenmässig erfasst (und zwar sowohl absolut als auch prozentmässig), so lässt es sich feststellen (siehe Tabelle 1), dass der Typ "Ar* auch bei dieser Lacert a-Art dominierend sei. Sein Vorkommen in den verschiedenen Populationen schwankt zwischen den Grenzen: 50-100%. Neben diesem Grundtyp kommen auch andere Typen mit verschiedener Häufigkeit vor, wie "AIx", "AIX", "AIY", "AIXY", MAl2", "AI3" und "AI3X". Es muas aber sogleich zugegeben werden, dass die Häufigkeit dieser Typen weit hinter von jenen einiger anderer Lacert a-Arten bleibt (DELY & STOHL 1982). Es gibt Populationen, und zwar solche, aus welchen Exemplare in verhältnismässig grosperer Zahl uns zur Verfügung standen, und trotzdem kaum einige Exemplare einen von den Grundtyp abweichenden Beschilderungstyp aufweisen, wie z.B. die Bestände von Pestlőrinc (N = 6) und Oravita (N = 6), in welchen ausser dem Grundtyp kein anderer Beschilderungstyp gefunden werden konnte. In anderen Beständen, wie z.B. Tompa (N = 12), Krim-Halbinsel (N = 10) kommt neben dem Grundtyp "Ar 1 nur ein einziger anderer Typ, "AI2" vor. Ausser solchen Beständen gibt es selbstverständlich auch solche, in welchen mehr als ein anderer Kopfbeschilderungstyp neben dem Grundtyp "Ar' registriert werden konnte. So z.B. in der Population von Óc sa (N = 16) und Bugac (N = 12) sind neben dem seine dominierende Stelle weiterhin erhaltenden Grundtyp "Ar 1 (88,88 bzw. 83,34%) zwei weitere Typen vorhanden: "AIx" und "AI 2" (5,56-5,56% bzw. 8,33-8,33%). Auffallend gross ist die Variabilität der Kopfbeschilderung (in Praefrontalbereich) bei den Tieren, die aus der Population von Veresegyház (Komitat Pest) stammen (N = 17). In dieser Kollektion sind neben dem Grundtyp "Ar 1 fünf andere Beschilderungstypen vorhanden: "AIX", "AIXY", "AI2", "AI3" und "AI3X". Obzwar die Häufigkeit dieser von Grundtyp abweichenden Typen in sich selbst genommen nicht sehr gross ist (5,89-5,89%), erreicht die Häufigkeit des Grundtypes in dieser Population nur 70, 55%. In Zusammenhang mit der erhöhten Variabilität der Kopfbeschilderung in diesem Bestand muss darauf hingewiesen werden, dass die hier vorkommenden abweichenden Beschilderungstypen auch in mehreren anderen Populationen vorkommen. So z.B. der Typ "AI2" kommt neben der Population von Veresegyház in 6 anderen der von uns untersuchten Populationen vor. Es gibt auch solche Beschilderungstypen in diesem Bestand, die in keiner anderen ungarischen Population von Lacerta tauric a vorkommen. Ich möchte bemerken, dass der Typ "AI3X" bei keiner der von mir untersuchten Lacertidae Arten gefunden werden konnte. Im Zusammenhang mit der Variabilität der Kopfbeschilderung der Art Lacerta tauric a kann behauptet werden, dass in Verhältnis zu mehreren ungarischen Lacert a-Arten, die Variabilität dieses Merkmals bei Lacerta tauric a bedeutend eingeschränkter ist. Wir möchten hervorheben, dass die Variabilität der Kopfbeschilderung sowohl bei unseren euryöken und weitverbreiteten Lacert a-Arten (Lacerta agili s und Lacerta viridis ) als auch bei den stenöken und nur stellenweise vorkommenden Lacerta vivipar a merklich höher ist als bei dieser Art. Die im Gegensatz zu unserer Art steinige-felsige Biotopen bewohnende andere Lacer ta-Art Ungarns, Lacerta muralis zeigt im Grunde genommen eine Variabilität in diesem Merkmal von ähnlichem Ausmass (neben dem Grundtyp "AT' kommen 6 weitere Typen vor: "AI^", "AIY", "AIY 2", "AI3", "Br und "CI" vor). Im Unterschied zu der Variabilität der Art Lacerta tauric a ist der Grundtyp bei Lacerta murali s ein wenig in der Hintergrund getreten, seine Häufigkeit beträgt nur 44,13% (bei Lacerta tauric a 86, 56%). Dies bedeutet gleichzeitig, dass die Proportion der anderen Typen bei muralis zugenommen hat.