O. G. Dely szerk.: Vertebrata Hungarica 21. (Budapest, 1982)

Engelmann, W. E.: Der Einsatz serologisch-immunologischer Methoden in der Lacerten- Taxonomie 111-116. o.

VERTEBRATA HUNGARICA TOM. XXI. 1982 p. 111-115 Der Einsatz serologisch-immunologischer Methoden in der Lacerten-Taxonomie* Von W. E. ENGELMANN Abstract: The summary deals with the possibilities and limitations of serological and immunological investigations of relationships achieved by photometric destination of the degree of antigen-antibody reaction, by immunelectrophoresis and by passive hemagglu­tination inhibition tests in the taxonomy of lacertids. With the help of immunelectro­phoretic investigations and the passive hemagglutination inhibition test to heterolog serums of lizards such results are shown and interpreted. In einer morphologisch so relativ einheitlichen Reptiliengruppe, wie sie die Sammelgattung Lacert a darstellt, bietet es sich an, weitere, vor allem nichtmorphologische Kriterien zur Aufklä­rung der natürlichen Verwandtschaftsverhältnisse heranzuziehen. Als besonders geeignet erscheinen dafür immunologische Untersuchungen der relativ leicht zugänglichen Serumproteine, deren teil­weise erhebliche Unterschiedlichkeit bei verschiedenen europäischen Eidechsen von ENGELMANN und KABISCH (1973) disk-elektrophoretisch gezeigt wurde. Mehrere immunologische Methoden bieten sich für die Bearbeitung derartiger Fragestellungen an. Einige seien im folgenden kurz genannt: 1. Bestimmung der Stärke der Antigen-Antikörper-Reaktion im Photometer bei unterschiedli­chen Verdünnungen und anschliessende prozentuale Auswertung der aufgezeichneten Kurven, wie sie von LANZA und CEI (1977) sowie LANZA, CEI und CRESPO (1977) durchgeführt wurde. 2. Die Immunelektrophorose, bei der in einem Medium charakteristische Präzipitationsbögen entstehen. Diese Methode gestattet keine quantitativen Aussagen, sondern lediglich Abschätzungen der Reaktionsstärke und Feststellung von Zahl und Lage der Bögen. 3. Der passive Hämagglutinationshemmtest nach TAKATSY. Bei dieser Methode ist durch die Aufstellung von Verdünnungsreihen eine quantitative Aussage möglich, die sich graphisch darstel­len lässt. Zu Einzelheiten sei auf die Arbeit von ENGELMANN und SCHAFFNER (1981) verwiesen. Mit den beiden letztgenannten Methoden konnten beispielsweise die in den Abbildungen 1-3 und Tafel I-H dargestellten Ergebnisse erzielt werden. Welchen taxon omise hen Wert haben nun solche serologisch-immunologischen Untersuchungen ? Zunächst muss festgestellt werden, dass es Methoden sind, die lediglich einen bestimmten Aspekt der Organismen erfassen, nämlich die antigénén Strukturen der Serumproteine. Diese können al­lerdings, wie auch andere homologe Strukturen, miteinander verglichen werden. Obwohl die Serum­* Als Vortrag gehalten auf der Ersten Herpetologisehen Konferenz Sozialistischer Länder am 25. August 1981 in Budapest.

Next

/
Oldalképek
Tartalom